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Der Mensch ist von Anfang an mit einem Gefäß erschaffen, Genüsse zu empfangen, welches als die Liebe zu sich - Egoismus, bezeichnet wird. Wenn daher der Mensch aus einer Handlung keinen Vorteil für sich selbst sieht, so hat er keine Motivation, sich auch nur für die kleinste Bewegung anzustrengen. Doch ohne Annullierung der Eigenliebe ist es nicht möglich, die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen, das heißt den Zustand von Ischtawut ha-Zura der qualitativen Übereinstimmung (Übereinstimmung der Eigenschaften) mit Ihm.
Da die Annullierung der Eigenliebe gegen unsere Natur ist, bedürfen wir einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, damit alle eine große Kraft bilden, um gemeinsam zu arbeiten und den Willen zu empfangen, welcher als das Böse bezeichnet wird, zu annullieren. Weil es gerade dieser Wille ist, der uns aufhält, das Ziel zu erreichen, für welches der Mensch erschaffen wurde.
Daher muss eine Gemeinschaft aus einzelnen Individuen gegründet werden, wobei alle derselben Meinung sind, dass man zu diesem Ziel gelangen muss. Als Ergebnis dieser Vereinigung entsteht eine riesige Kraft, die jedem hilft, gegen sich selbst anzukämpfen, da die kleine Kraft eines jeden mit den Kräften der anderen verschmilzt.
Folglich erhält jeder ein riesiges Verlangen, um das Ziel zu erreichen. Doch damit die Vereinigung aller untereinander geschieht, ist es notwendig, dass jedes Mitglied der Gemeinschaft sein Ich gegenüber den anderen annulliert. Das kann man nur tun, indem man nicht auf die Mängel des Freundes achtet, sondern nur seinen guten Eigenschaften Aufmerksamkeit schenkt. Wenn aber jemand der Gruppe sich selbst auch nur für ein wenig besser als die Anderen hält, kann er sich nicht mehr mit ihnen vereinigen.
Genauso muss man auch während der Versammlung seriös bleiben, um die Ausrichtung nicht zu verlieren, für welche man sich versammelt hat. Wegen der Bescheidenheit, welche eine sehr erhabene Sache ist, war man es gewohnt nach außen zu zeigen, dass man nicht ernsthaft sei. Aber in Wirklichkeit war ein brennendes Feuer im Herzen. Aber nichtsdestotrotz müssen kleine Menschen während der Versammlung vorsichtig sein, um sich nicht vom Geschwätz und Taten verleiten zu lassen, welche nicht zum Ziel führen, für welches man sich versammelt hat. Und Ziel ist, wie bereits gesagt wurde, die Erreichung der Verschmelzung mit dem Schöpfer. Bezüglich der Verschmelzung lies aus dem Buch Matan Tora (Seite 168, Absatz Und in Wahrheit).
Nur dann, wenn man nicht mit den Freunden zusammen ist, ist es besser seine Absichten, die man im Herzen hat, nicht nach Außen zu zeigen. Und daher soll der Mensch durch nichts aus der Umgebung hervorstechen, in welcher er sich befindet, was die Deutung des Geheimnisses ist Du sollst in Bescheidenheit sein mit dem Schöpfer, Deinem G-tt. Und obwohl es hier bessere Deutungen gibt, ist die einfache Deutung auch eine große Sache.
Deshalb ist es von Vorteil, dass zwischen Freunden, die sich miteinander vereinigen, eine Übereinstimmung herrscht, damit sich jeder gegenüber dem anderen annullieren könne.
In der Gemeinschaft muss es einen zusätzlichen Schutz geben, damit man keinen Leichtsinn zulässt, weil Leichtsinn alles zerstört. Doch, wie oben beschrieben, muss dies eine innere Sache sein. Aber wenn ein Außenseiter zufällig in die Versammlung der Gemeinschaft gerät, so darf man keine Ernsthaftigkeit zeigen, sondern muss sich von außen jenem, der nun gekommen ist, angleichen. Das heißt, man soll nicht über ernste Themen sprechen, sondern über Sachen, die zu jenem Besucher, welcher ungerufener Gast genannt wird, passen.
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