Dies wird „Nacht“ genannt, wenn ein Mensch aufgrund der Meinung des Körpers in Zweifel ist. Und dann enthüllt ihm diese Tora seine Sünde, das bedeutet, dass seine Sünde ursprünglich und tief verwurzelt ist, da er dann sieht, dass ihm der Glaube an den Schöpfer fehlt. Mit anderen Worten, er kann nicht glauben, dass der Schöpfer groß und herrschend ist und würdig, ihm zu dienen und zu geben, und dass Er von ihm Zufriedenheit erhalten wird.
Mit anderen Worten, es bringt einem Menschen keine Zufriedenheit, einem großen König zu dienen. Wie der Sohar sagt („Einführung in das Buch Sohar“, S. 185, und Punkt 195 im Sulam Kommentar): „Furcht ist das Wichtigste, das bedeutet, dass er den Schöpfer fürchten wird, weil Er groß ist und über alles herrscht, da Er die Wurzel ist, von welcher sich alle Welten ausdehnen, und Seine Größe zeigt sich in Seinen Handlungen“.
Ohne Tora kann jemand nicht fühlen was ihm fehlt, weil es eine Regel gibt, dass Abwesenheit der Anwesenheit vorangehen muss, und es ist unmöglich Abwesenheit zu fühlen, das bedeutet, dass jemanden fühlt, dass er etwas vermisst, es sei denn, er fühlt, dass es etwas Gutes in der Welt gibt, dass es eine gute Sache ist, und er sie nicht hat. Dann kannst du über die Abwesenheit sprechen. Mit anderen Worten, wenn es jemanden gibt, der die Abwesenheit wahrnimmt, kannst du sagen, dass er versuchen sollte aufzufüllen was fehlt.
Wer erschuf die erste Abwesenheit? Der Schöpfer tat (es) in der Welt von Ejn Sof [Unendlichkeit]. Wir lernen, dass Er eins ist und Sein Name Eins ist. Die erste Abwesenheit ist der Zimzum [Einschränkung], als das Licht sich entfernte und einen Mangel hinterließ. Das Licht der Linie ist (es), was den Mangel auffüllen sollte, der vom Schöpfer gemacht wurde, der die Anwesenheit ist, und Er erschuf eine neue Sache – Er erschuf Abwesenheit.
Wenn daher jemand Tora studiert, nimmt er durch die Tora wahr, dass es einen Schöpfer und einen Lenker gibt, weil er durch das Studium der Tora das Licht empfängt, das ihn erneuert. Dann beginnt er durch die Tora zu fühlen, dass es den Geber der Tora gibt und dies geschieht, wenn er zu verstehen beginnt, dass es ein großes Privileg ist, Ihm zu dienen.
Und wenn er diesbezüglich mit dem Körper zu sprechen beginnt, (dann) trifft die kleine Wahrnehmung, die er zu fühlen beginnt, - dass es erstrebenswert ist, dem Schöpfer zu dienen –mit dem Widerstand des Körpers zusammen, welcher die Empfindung des Empfangs von oben in der Form von „Das Licht darin“ heftig ablehnt. Mit anderen Worten, es passiert nicht auf einmal, dass jemand genügend Licht der Tora empfängt, um den Körper zu erneuern. Es passiert eher Stück für Stück. Deshalb gibt es viel Auf und Ab, und für jeden Aufstieg, den er empfängt und zu verstehen beginnt, dass er auf dem Pfad des Gebens gehen muss, widersetzt sich die Natur des Körpers sofort.
Jedoch wird dies vom Schöpfer absichtlich so gemacht. Der Grund dafür ist dass „Es gibt kein Licht ohne ein Kli [Gefäß]“. Was von oben kommt, wird „Erweckung von oben“ genannt. Mit anderen Worten, das Bedürfnis und die Zufriedenheit kommen als eins. Zu diesem Zeitpunkt hat er keinen Grund für eine Erweckung des Verlangens, dass es erstrebenswert ist, dem Schöpfer zu dienen. Wenn sich deshalb das Gefühl, das von oben kommt, allmählich entfernt, (dann) entsteht in seinem Herzen ein Bedürfnis, im Geben zu arbeiten, und dies ist, wenn er beginnt den Schöpfer zu bitten, ihm die Stärke dafür zu geben. Dann wird dieser Zustand „Licht und Kli“ genannt.
Und es gibt einen anderen Grund, warum jemand Erweckung von unten benötigt: wenn der Höhere ohne Vorbereitung auf den Teil des Unteren gibt, kann es der Empfänger nicht als wichtig erachten. Und gemäß der Regel, dass alles, was ein Mensch genießen will, von der Wichtigkeit der Sache abhängt, bevor der Höhere ihn etwas fühlen lässt, kann nicht gesagt werden, dass er etwas möchte.
Es ist eher so, nachdem man eine Erweckung für die Arbeit des Schöpfers erfährt, muss man glauben, dass es der Schöpfer Selbst ist, der ihm die Gedanken der Notwendigkeit, dem Schöpfer zu dienen, sandte.
Alle verstehen, dass es viel besser wäre, wenn der Schöpfer dieses Land den Nichtjuden gar nicht geben würde, denn damals gab es genug Platz wo man sich ansiedeln könnte, und noch lange danach entstanden neue Staaten. Der Schöpfer hätte es doch so einrichten können, dass Nichtjuden sich gar nicht an diesem Ort ansiedeln.
Allerdings gab er sieben Völker die Möglichkeit dsich dort anzusiedeln und das Volk Israel musste mit ihnen kämpfen, um sie aus diesem Land zu vertreiben. Alle Völker der Welt regten sich auf : "Ihr seid Räuber, da ihr das Land von sieben Völker erobert haben". Wozu brauchen wir all diese Probleme?
Raschi zitiert eine Aussage unseren Weisen: "Der Sinn Beresheets [Buch Genesis] (hier) zu beginnen besteht darin, dass wenn die Nichtjuden den Söhnen Israels sagen werden: "Ihr seid Räuber, da ihr das Land von sieben Völker erobert haben", wir daraufhin antworten, dass die ganze Erde dem Schöpfer gehört, er hat sie erschaffen, und das war sein Wunsch uns [das Land Israel] zu geben, dann wegzunehmen und dann wieder zurückzugeben".
Und es bleibt trotzdem unklar [warum hat der Schöpfer das in dieser Reihenordnung gemacht hat]. Bevor das Land uns gegeben wurde, hat der Schöpfer dort "Völker der Welt" leben lassen. Und nur, wenn sie sich dort angesiedelt haben, sagte uns der Schöpfer: die Völker der Welt aus diesem Land zu vertreiben, da Er es Abraham versprochen hat.
Das können wir mit der Methode der "Zweige und Wurzel" verstehen. Wie bekannt, "das Land" heißt Malchut, die Wurzel aller Geschöpfe, also diese empfängt [das Vergnügen] für sich selbst. Und das ist der erster Empfänger, der die "Welt der Unendlichkeit" heißt. Und danach hat er Korrekturen gemacht, die darin bestanden, dass man nicht aus Eigenliebe [Genuss] empfängt, sondern weil der Untere dem Schöpfer eine Freude bereiten möchte. Er will also, dass das Verlangen [Genuss] aus Eigenliebe zu empfangen verschwindet, und all seine Geschäfte macht er nur um dem Schöpfer Genuss zu bereiten.
Aus dem oben Gesagten folgt, dass die Ordnung der Erschaffung der materieller Welt muss auch der Ordnung der spiritueller Welt entsprechen. Also zuerst wurde das Land der Völker der Welt gegeben, und dann durch Überwältigung und Kriege, wurden die Völker der Welt aus diesem Land vertrieben, damit sich das Volk Israel dort ansiedeln und der Platz der Völker der Welt besetzen kann.
Die Wurzel der Völker der Welt ist der mittlere [auch Eigen-] Punkt von Malchut, auf welche die Einschränkung gemacht wurde, also der erster Zustand, der am Anfang erschaffen wurde, um [Genuss] aus Eigenliebe zu emfangen, denn sonst könnte keine Einschränkung gemacht werden. Nur dann kann man von Überwältigung sprechen, denn die Schöpfung hat ein starkes Verlangen, dass sie überwältigt und zur Ähnlickeit mit dem Schöpfer strebt.
Deshalb musste zuerst das Land den Nichtjuden gegeben werden, so wie die Wurzel des Verlangens zu emfangen, muss zuerst geschaffen werden. Und dann können die Korrekturen gemacht werden.
Deshalb, nachdem die Völker der Welt dieses Land bekommen haben, kam das Volk Isael und korrigierte es, damit alles um des Schöfers willen gemacht wird. Und man nannte sie das Land Israel, wie es in der Tora geschrieben steht: Das Land um welches sich der Schöpfer immer sorgt und seine Augen sind immer auf dem Land, vom Anfang des Jahres bis zur Ende"
Und wir sollen verstehen, was bedeutet, dass Erez Israel, das Land ist, auf welche "die Augen des Schöpfers" "vom Anfang des Jahres bis zum Ende" schauen. "Augen des Schöpfers " bedeuten Aufsicht, Lenkung des Schöpfers, und deshalb wenn der Mensch die Lenkung des Schöpfers vom Anfang der Zeit, was auch "vom Anfang des Jahres" und "bis zur Ende" heißt, dass ohne Unterbrechung sieht der Mensch die Lenkung des Schöpfers und das nennt man "das Land Israel".
Aber es ist doch bekannt dass seine Lenkung über der ganzen Welt ist? Das heißt, dass nur der Schöpfer weiß, dass seine Lenkung über der ganzen Welt ist, aber die Völker der Welt spüren seine Lenkung nicht. Und das ist das Zeichen, dass uns der Schöpfer gab, damit wir wissen, ob wir uns im Land Israel befinden oder ob wir ?...
Und aus dem Geschriebenem folgt, dass die Völker der Welt zuerst in das Land Israel eintreten müssen und das ist ein Hinweis auf das Verlangen [Genuss] zu empfangen, das zuerst an diesem Ort erscheinen soll. Und danach führen wir Kriege mit dem Verlangen zu empfangen und es in Besitz der Heiligkeit zu bringen, und folglich alles was man tut, ist nur das, was der Schöpfer fordert.
Jetzt analysieren wir die Erklärungen, wie es geschrieben steht: "Wenn du in das Land kommst, das der Schöpfer dir geben wird" bedeutet, dass nach allen Kriegen mit der eigenen Natur, die er jeden Tag neue überwältigen muss, der Mensch nicht denken sollte, dass er das aus eigener Kraft erreicht hat, sondern der Schöpfer gab ihm die Möglichkeit in diesem Krieg zu siegen. und dies ist die Deutung von Worte "das er dir geben wird". Diese Worte beinhalten zwei Eigenschaften. Die erste Eigenschaft ist das Gebot, also Eigenschaft des Glaubens, die man Tfilin des Armes, nennt von dem unsere Weisen sagten "Das wird ein Zeichen für dich und nicht für andere". Denn Tfilin des Armes muss verdeckt sein, da dies die Eigenschaft des Glaubens ist, die heißt "... "das Verhüllte kommt vom Schöpfer", und das ist das Niveau über dem Verstand.
Die zweite ist die Eigenschaft der Tora, Tfilin des Kopfes. Und in Verbindung mit Tfilin des Kopfes fragten unsere Weisen über den Abschnitt "Ki Tavo": " Und die Völker der Welt werden sehen, dass der Namen des Schöpfers über dich ist, und fürchten sich". Tfilin des Kopfes muss offen sein, damit alle ihn sehen können und das ist die Stufe der Tora , die auch offen sein muss. Im Unterschied dazu muss Tfilin des Armes bedeckt, was "über dem Verstand" bedeutet. Denn der Mensch kann dem anderen nichts mit Worten sagen, weil was du mit Worten beschreiben kannst, gehört schon zum Wissen. "Über dem Verstand" gibt es keine Wörter. Deswegen steht es geschrieben: "Ein Zeichen für dich und nicht für andere".
Dementsprechend, es stellt sich heraus, dass der Schöpfer das Land dem Volk gegeben hat, damit es dem Land Früchte bringt. Wenn man aus der Sicht der spirituellen Arbeit spricht, bedeutet "das Land" "das Herz". Der Schöpfer hat zwei Eigenschaften in das Herz eingelegt.
1) der Glauben,
2) die Tora
Und nur durch sie kommt der Mensch zu der Vollkommenheit. Und obwohl beide durch den Menschen umgesetzt werden, muss der Mensch wissen, das der Schöpfer sie gibt und nicht sagen: "Meine Kraft und die Stärke meiner Hand haben mir das gebracht."
Und jetzt können wir verstehen, warum in Bikurim es geschrieben steht, dass: "Und antwortest und sagst in voller Stimme", währedn in "Viduj Maasar" steht nur: "und sagst" und nicht " Und antwortest", aus welchem Grund man Viduj Maasar leise liest.
"Maasar" heißt die Eigenschaft "des Gebotes", das das Höhere Reich ist. Und das steht in Verbindung mit der Aussage "Der Bescheidene geht mit dem Schöpfer", mit der Stufe "Tfilin des Armes", wie die Weisen gesagt haben: "Ein Zeichen für dich und nicht für andere". Deshalb weist Maasar auf die Eigenschaft "Gebot" hin, und es steht geschrieben: "Und sagst", und diese Wörter muss man leise sagen, damit die andere das nicht hören, das ist die Stufe: "Der Bescheidene geht mit dem Schöpfer".
"Bikurim" weist auf Tfilin des Kopfes hin, der seinerseits auf die Eigenschaft "Tora" hinweist, und gesagt: " Und alle Völker der Welt werden sehen, dass der Namen des Schöpfers über dir steht und sie fürchten Dich". Deshalb steht in Bikurim: "Und antwortest und sagst", also das muss man mit voller Stimme laut sagen, denn das die Stufe der "Tora", der allen offen und zugänglich sein soll. Das heißt, dass der Schöpfer allen seinen Geschöpfe Freude bereiten möchte, dies muss die ganze Welt wissen.