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Wissenschaft und Kabbala PDF Drucken E-Mail

Beschreibung

Unter der Leitung von Prof. Ervin Laszlo – Begründer des Club Of Budapest, World Wisdom Council - stellen Wissenschaftler neueste Erkenntnisse über das Bewusstsein vor und die daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen.

Transkript

Wissenschaft und Kabbala
Düsseldorf, März 2006

Zu einem neuen integralen Bewusstsein

Prof. Ervin Laszlo: Einmal im Jahr hoffen wir, ein solches Forum zu haben, in dem wir eine tiefgründige Diskussion über ein Thema führen können, von dem wir glauben, dass es sowohl von wissenschaftlichem, als auch von praktischem Interesse ist.

Im März 2006 traf sich in Düsseldorf eine Gruppe von Wissenschaftlern, um das Ergebnis ihrer Forschungsarbeiten zu diskutieren. Überraschenderweise entdeckte jeder grundlegende Prinzipien für eine gerechte, tragbare Gesellschaft, die vor Millionen Jahren vorbereitet wurden und in alten Weisheitslehren beschrieben werden.

Prof. Ervin Laszlo: Was wir entdecken ist, dass das neue Bewusstsein tatsächlich ein altes, zeitloses und beständiges ist.

Und als der Meinungsaustausch fortschritt, wurde allen Beteiligten klar, dass die gegenwärtigen Bedingungen in der Welt tatsächlich vorausgesehen wurden.

Roger Ziegler (Psychiater, Leiter des Fachbereichs Medizin und Psychologie, Stiftung Weltkulturerbe der Weisheitslehren – Deutschland): Wir haben ein Verstand; doch die Frage ist, “wofür setzen wir den Verstand ein?” Wären wir ein Mann vom Mars, oder eine Frau, und würden wir die Erde besuchen und die Nachrichten sehen, wäre ich mir nicht sicher, ob wir glauben würden, wir hätten eine vernunftbegabte Menschheit vor uns.

Hendrik Tschudi (Arzt; Buchautor; Buch- und Zeitschriftenverleger; Gründer und Leiter der Flux Foundation – Norwegen): Um ehrlich zu sein, sehe ich eine Welt, in der wir uns in sehr schlechter Weise verhalten. Da läuft etwas ernstlich falsch.

Dr. Michael Laitman (Professor der Ontologie; Doktor der Philosophie; Gründer und Vorsitzender des Ashlag Research Institute {ARI} and the Bnei Baruch – Kabbalah Education & Research Institute – Israel): Und dies ist unsere Zeit und es ist auch im Buch Sohar geschrieben, dass zu jener Zeit die Menschen zurückschauen werden und damit beginnen, in den überlieferten, bodenständigen Lehren zu forschen.

Raphael Schmid (Gründer und Direktor der Stiftung Weltkulturerbe der Weisheitslehren – Deutschland): Worüber die alten Lehren sprechen, worüber sie wirklich sprechen – eine Menge dieser alten Traditionen berichten von schrecklichen Dingen, die stattfinden werden; sie nannten es “Armageddon”, was soviel bedeutet wie “schrecklicher Kampf”, wo es zur Entscheidung kommt, ob die Menschheit es schafft, sich auf wirklich aktuelle Ziele zu konzentrieren, auf Werte.

Sprecher: Die Diskussion konzentrierte sich in der Tiefe auf essentielle Fragen – Was ist der wahre Zweck des Lebens? Warum wurde dieser Zweck vor der Menschheit verborgen? Was ist der Grund dafür, dass die Menschen in der heutigen Welt Leere empfinden?

Dr. Michael Laitman: Unsere Substanz ist der Wille zu empfangen. Das Problem ist aber, dass wenn wir unser Vakuum füllen wollen – dieses leere Verlangen – die Füllung selber das Verlangen neutralisiert. So jagen wir unser ganzes Leben hinter Genüssen her, können aber nie befriedigt sein und wir bleiben leer.

Prof. Ashok Gangadean (Harverford College – USA): Erkennen sie, dass wenn sie in ihrer Ego-Linse festgefahren sind, dies ihre Welt fragmentiert und objektiviert und diese in Informationspakete runterbricht. Sie werden bei einer zerbrochenen Welt enden und bei einem zerbrochenen Selbst.

Sprecher: Die Wissenschaftler kamen zu einem überwiegend einstimmigen Ergebnis, dass wir, um besser verstehen zu können, was heute geschieht, wir unsere Wurzeln identifizieren und untersuchen müssen.

Christine Luczynski (Leiterin Fachbereich Integrale Pädagogik, Stiftung Weltkulturerbe der Weisheitslehren – Deutschland): ...Und der Weg liegt im Menschen selbst, in einen Dialog mit der nächsten Stufe des Bewusstseins einzutreten, nicht nur darüber, was in den nächsten Tagen außerhalb geschehen wird.

Harris Stone (Master of Art: Bewusstseinsentwicklung/ganzheitliches Denken, Gründer und ehemaliger Präsident von The Graduate Institute – USA): Es gibt da einen sehr klugen Cartoon, der Albert Einstein vor einer Tafel zeigt, und er schreibt und schreibt und schreibt und der Titel sagt: „und an dieser Stelle, genau hier, (H. Stone zeigt auf das Bild) ereignet sich ein Wunder.“ Das ist genau so, wie wir uns fühlen, wenn wir etwas entdeckt haben, „WAU! Ah, nun verstehe ich es!“ Es kommt zu uns, ohne die Fähigkeit, das Phänomen zu verstehen, welches uns die Erkenntnis gebracht hat.

Dr. Ervin Laszlo: Ein klassisches Bewusstsein, ihr Bewusstsein, wenn sie Menschen befragen würden, was geschieht, wie sie das erzeugen, würden sie sagen: durch das Gehirn. Es ist etwas, das erschaffen wurde. Und nun habe wir den Beleg, dass es nicht auf das Gehirn begrenzt ist und es ist nicht einmal durch das Gehirn produziert worden ist.

Dr. Pim Van Lommel (Kardiologe; Nahtod-Forscher – Niederlande): Unser erweitertes Bewusstsein sitzt nicht im Gehirn und wird nicht durch unser Gehirn begrenzt, denn unser Bewusstsein ist nicht lokal. Wir können selbst ohne Körper immer noch bewusste Erfahrungen machen.

Prof. Ashok Gangadean: Es ist so, als ob das Ego – Rechenmaschine – den Denker vom Objekt trennt und diese Linie ist wichtig, weil sie uns von der Einheit abschneidet, und wenn wir vom integralen Raum abgetrennt sind, sind wir am Ende.

Dr. Pim Van Lommel: Und ich glaube und hoffe, dass in der nahen Zukunft die moderne Wissenschaft die Erforschung subjektiver Erfahrungen beinhalten wird, wie solche, wie sie in unserem Bewusstsein auftreten, dass wir Feldkonzepte akzeptieren werden, zu verstehen, wie wir alle miteinander verbunden sind, mit der Natur auf unserem gefährdeten Planeten.

Es taucht eine gemeinsame Sicht auf, dass die gesamte Menschheit funktionell einen Körper darstellt, einen Organismus, wo jeder Mensch abhängig von und verbunden mit jedem anderen ist; und diese Globalisierung macht nur die Tatsache deutlich, dass die Welt als eine großes Dorf operiert.

Prof. Alfonso Montouri (Professor und Programmdirektor des M.A.-Studiengangs am California Institute of Integral Studies; Buchautor; Wissenschaftlicher Leiter World Futures Magazine, USA): …könnten Sie das tun? Könnten sie einfach ihr Jacket ausziehen und feststellen – oder nun gut, in einigen Fällen mögen sie aus Gründen der Bescheidenheit nicht alles ausziehen wollen – doch woher kommt dieser Stoff? – französische Wolle, Napoli, Italien? – sie könnten sagen, Menschen haben einen guten Geschmack – Irland, Schweiz?

Wissen sie, ich trage einen Gürtel aus Leder. Ich nehme an, einige Schweine gaben ihr Leben für meinen Gürtel, aber wo lebte das Schwein? Ich habe keine Ahnung.

Was ich hier zu verdeutlichen versuche ist, wissen sie, ich denke dieses Sache mit dem planetarischen Bewusstsein geschieht ständig; sie ist immer gegenwärtig. Wir sind es.

Marco Bischof (freischaffender Wissenschaftler, Wissenschaftsautor und Berater für Grenzgebiete von Geistes- und Naturwissenschaften – Deutschland): Es gibt nun genügend Belege dafür, das alle Organismen, also auch menschliche Wesen, durch verschiedenste Arten von Feldern umgeben sind und dass diese Felder möglicherweise einige Dinge vermitteln, die zwischen den Menschen geschehen.

Prof. Christopher Bache (Professor der Philosophie und der Religionswissenschaft – Youngston, Ohio, USA): Die gesamte Menschheit inkarniert als ein einziger, grundlegender Organismus, auf eine Weise, die sich als eine singulare Absicht darstellt – die Zweckgerichtetheit des einen Seins, welches die Menschheit in ihrer Gesamtheit ist, bei der Generationen kommen und gehen, ähnlich wie der Körper seine Hautzellen abschuppt und neue Hautzellen erzeugt, von Minute zu Minute, von Stunde zu Stunde.

Sprecher: Es gibt da einen substantiellen Körper wissenschaftlicher Belege, die deutlich aufzeigen, dass wir als ein Ganzes funktionieren und immer noch erfahren wir unsere Existenz nicht auf diese Weise.

Prof. Alfonso Montouri: Unglücklicherweise habe ich das Gefühl, dass wir uns nicht richtig über das Ausmaß bewusst sind, wie die Welt bereits in uns ist.

Marco Bischof: Auf unbewusste Weise hat es immer existiert. Wir sind bereits verbunden. Aber die Frage ist, bewusst zu werden, diese gegenseitige Verbundenheit bewusst zu leben.

Dr. Michael Laitman: Daher wird das ideale Konzept eines Lebens als ein Körper die herrschende Kraft sein, wie wir uns zur Gesellschaft stellen. Daher müssen wir uns vereinigen und die Aufmerksamkeit in der ganzen Welt verstärken.

Prof. Ashok Gangadean: Ich muss wirklich zugunsten der Wichtigkeit eines Bewusstseinserwachens plädieren, als Kern unseres Überlebens. Das Problem ist, dieses Bewusstsein zu fixieren.

Marco Bischof: Die Idee von Vernadsky war, dass durch menschliche Handlungen, intelligente Handlungen, eine neue geologische Schicht gebildet wird, dass die Erde transformiert wurde, das Material der Erde wurde transformiert durch intelligente Handlungen der Menschheit und dies war die Noosphäre.

Sprecher: Demnach erhält die Theorie von Vernadsky, die sich auf den Beginn des 20. Jahrhunderts datieren lässt, heute eine neue Bedeutung. Er sagte voraus, dass wir durch einen vereinheitlichten Raum umgeben sind, einem altruistischen Umfeld. Noosphäre ist universelle Liebe und daher, indem wir es zerreißen, destabilisieren wir die gesamte Welt.

Frage (aus dem Publikum): Ich wundere mich schon den ganzen Abend, denn ich vermisse eine Sache ganz schrecklich, was ist reine Ursache, ohne Liebe und Sorgfalt?

Raphael Schmid: Die Liebe, über die wir hier reden, ist die Liebe des Schöpfers selbst. Diese Liebe ist enthalten, enthalten im Informationsfeld. Das Informationsfeld liebt jedes Teilchen auf diesem Planeten auf die gleiche Weise. Es ist nicht emotional. Es sorgt sich nicht um sie, oder sie; es möchte einfach, dass sich diese gesamte Evolution in jedem Teilchen entfaltet zu seiner höchsten Entfaltetheit und dies ist die höchste, nicht emotionale Liebe, denn es liebt jedes einzelne Teilchen auf gleiche Weise.

Sprecher: Dies berücksichtigend, stimmen die Anwesenden darin überein, dass die drückendste Aufgabe der Menschheit darin besteht, universelle Liebe zu erfahren. Dies bedeutet, die gesamte Welt in gegenseitiger Liebe zu vereinen, indem man sich gegenseitig erfüllt.

Dr. Michael Laitman: Wenn wir uns aber mit einem anderen verbinden, mit einem weiteren, mit noch einem weiteren, wie ich es zuvor aufmalte, dann geht der Genuss von einem zum anderen, zu einem weiteren usw. und wir empfinden Leben in diesem Zustand als ewig.

Dies ist der Grund, warum der Mensch sich heute in einer globalen Krise befindet, wir haben keine Wahl als eine Lösung. Wenn wir uns selbst füllen möchten, selbst auf egoistische Weise, müssen wir dies tun, indem wir andere erfüllen.

Prof. Ervin Laszlo: Zum ersten Mal beginnen wir wahrzunehmen, dass unsere Verbindung eine objektive Basis hat. Nun verfügen wir über einen Weg der Legitimation, der Erklärung – und es ist eine neue Weltsicht.

Es ist eine Sicht von der Welt als eine in sich selbst organische, ganzheitliche Verbundenheit. Wir können alle unserer Arbeit nachgehen - wir können Bücher schreiben, Reden halten und was nicht alles. Es ist also Zeit, die Dinge zusammenzufassen. Wir werden hierfür Instrumente schaffen. Wir heben das World Wisdom Council aus der Taufe; wir erzeugen den Weisheitskanal, über den wir letzte Nacht diskutierten und wir werden weiter daran arbeiten, einen Fernsehsender für diese Sache aufzubauen, eine Radio Show. Wir werden eine auf dem Internet basierende Universität einrichten; wir werden Instrumente schaffen. Aber die Instrumente müssen über einen Inhalt verfügen. Für mich war es nicht einfach ein Treffen, welches nun endet; es ist ein Treffen, dass jetzt erst beginnt. Diese Arbeit beginnt jetzt.

Vielen Dank an alle Beteiligten, lassen sie uns vereint bleiben und zusammen arbeiten.

 

Kabbala weltweit

Table of Free Voices
Table of Free Voices
Länge: 07:53
 

Wissenschaft und Kabbala, Düsseldorf
Länge: 13:39
 

World Wisdom Council Tokyo
Länge: 06:08