Menu Content/Inhalt
Shamati 33: Bezüglich der Lose von Jom Kippur und bei Haman PDF Drucken E-Mail

(unvollständige Übersetzung)

Es steht geschrieben: "Und Aaron soll das Los werfen über zwei Böcke: ein Los dem Herrn und das andere dem Asasel" (Leviticus 16:8). Bei Haman steht geschrieben (Ester 3:7): "da wurde das Pur, das ist das Los, geworfen" usw.

Ein Los ist da, wo keine Überprüfung im Verstand stattfinden kann, weil der Verstand nicht soweit reicht, fähig zu sein zu unterscheiden, was gut und was böse ist. In diesem Zustand wird das Los geworfen, wenn man sich nicht auf den eigenen Verstand verlässt, sondern auf das, was das Los sagt. Dementsprechend findet man vor, dass wenn das Wort "Los" benutzt wird, es aussagt, dass wir nun über den Verstand gehen.

Bezüglich des siebenten des Monats Adar, an dem Moses geboren wurde und an welchem Moses starb, müssen wir verstehen, was "Adar" meint. Es kommt vom Wort Aderet (wörtl. Mantel), wie es in Elia geschrieben steht (Könige 1, 19:19) "Und er warf seinen Mantel über ihn". Aderet kommt vom Wort Aderet Sear (wörtl. Haar), die als Searot und Dinim definiert sind, die fremdartige Gedanken und Ideen in der Arbeit darstellen, die den Menschen vom Schöpfer entfernen.

Und hier geht es darum, sie zu überwinden. Obwohl der Mensch viele Widersprüche in Seiner Lenkung sieht, muss er sie dennoch durch Glauben über dem Verstand überwinden, und sagen, dass sie wohlwollende Lenkung sind. Das ist die Bedeutung von dem, was über Moses geschrieben steht: "Und Moses verbarg sein Gesicht." Das bedeutet, dass er alle Widersprüche sah, und sie durch Anstrengung mittels der Kraft des Glaubens über dem Verstand hielt.

Es ist, wie unsere Weisen sagten: Für "Und Moses verbarg sein Gesicht, denn er fürchtete sich hinzusehen" wurde er belohnt mit "Das Bild des Herrn erblickt er". Das ist die Bedeutung von "Wer ist blind wie mein Diener? Oder taub, wie mein Botschafter?"

Es ist bekannt, dass Einaim (wörtl. Augen) als "Vernunft", "Verstand" bezeichnet werden, also die Augen des Verstandes. Das hat zum Grund, dass wenn wir etwas im Verstand wahrnehmen, wir sagen: "Wir sehen aber, dass der Verstand und die Vernunft uns dazu zwingen, das zu sagen."

Einer also, der über den Verstand geht, ist wie einer, der keine Augen hat, und er wird blind genannt, das heißt, er gibt vor, blind zu sein. Und auch einer, der nicht hören will, was die Spione ihm sagen, und vorgibt, taub zu sein, wird taub genannt. Das ist die Bedeutung von "Wer ist blind wie mein Diener? Oder taub, wie mein Botschafter?"

Wenn man allerdings sagt: "die Augen haben, und nicht sehen, die Ohren haben, und nicht hören", bezieht sich das auf einen, der nicht dem gehorchen will, was der Verstand notwendig macht, und was die Ohren hören. Über Joschua, den Sohn von Nun, steht geschrieben, dass niemals eine schlechte Sache sein Ohr betrat. Das ist die Bedeutung von Aderet Sear, dass er viele Widersprüche und Urteile hatte. Jeder Widerspruch wird Sear (wörtl. Haar) genannt, und unter jedem Sear gibt es eine Delle. 

Das bedeutet, dass der Mensch eine Delle im Kopf macht, d.h. dass der fremdartige Gedanke den Kopf des Menschen spaltet und durchsticht. Wenn der Mensch viele fremdartige Gedanken hat, dann gilt, dass er viele Searot hat, und das wird als Aderet Sear bezeichnet.

Das ist die Bedeutung von dem, was über Elischa geschrieben steht: "Und Elia ging von dort weg und fand Elischa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn" (Könige I, 19)

Was "alles" angeht, bezeichnet als Glaube über dem Verstand, so soll der Mensch versuchen, in Freude zu arbeiten, da das wahre Maß von "allem" durch Freude in Erscheinung tritt. Wenn man keine Freude hat, so soll der Mensch sich betrüben, da er keine Freude hat, denn dies ist der vordergründige Platz für Arbeit - durch Arbeit über dem Verstand Freude zu entdecken.

Wenn man also keine Freude an dieser Arbeit hat, so soll man sich selbst dafür bekümmern, und das ist die Bedeutung von "dessen Herz ihn willig stimmt", was sich auf diejenigen bezieht, die krank und bekümmert sind, da sie keine Freude an dieser Arbeit haben.

Und das ist auch die Bedeutung von: "Denn du hast dem Herrn deinem Gott nicht mit Frohlocken gedient, und mit Freude wegen der Fülle an allen Dingen." Stattdessen hast du das alles beiseite gelassen und nur das genug genommen. Also wirst du am Ende weit darunter und ohne alles sein, und wirst also das genug ebenfalls verlieren. Wie dem auch sei, ist der Mensch in Freude, soweit dass er das "alles" hat, und Freude hat, soweit ist ihm das "genug" gewährt.

Dementsprechend sollen wir interpretieren: "Frauen, die Tammuz beweinten" (Ezekiel 8). Raschi interpretiert, dass sie ein Götzenbild hatten, es aber Blei in seinen Augen hatte, und sie ihn schlugen, um das Blei aus seinen Augen zu schmelzen.

Wir sollen das Thema des Weinens interpretieren, also dass sie keine Freude hatten, weil es Staub in den Augen gab. Staub ist Bchina Dalet, also das Königreich des Himmels, was Glaube über dem Verstand ist.

Die Einsicht trägt die Form von Staub, ist also unwichtig wie Staub. Das Gleichnis über Frauen, die den Tammuz beweinten, meint, dass sie diesen Götzendienst verbrennen, sodass durch das Schlagen Staub aus dem Blei wird.

Das schließt ein, dass sie um die Arbeit weinen, die ihnen gegeben wurde, um über dem Verstand an Seine wohlwollende Lenkung zu glauben, während sie im Verstand nur Widersprüche in Seiner Lenkung sehen. Diese Arbeit ist die Arbeit von Kduscha (wörtl. Heiligkeit), und sie wollen den Staub entfernen, also die Arbeit über dem Verstand, die "Staub" genannt wird. Die Augen jedoch, als "Sehvermögen" ("Sehen") bezeichnet, implizieren die Sicht Seiner Lenkung innerhalb des Verstandes, und das wird als "Götzendienst" bezeichnet.

Das gleicht einem Menschen, der mit Töpfen und Gefäßen aus Erde handelt, dessen Arbeit es ist, Tontöpfe herzustellen. Die Reihenfolge ist so, dass man zuallererst Kugeln aus Ton macht, und dann schneidet und Löcher in die Kugeln macht. Als ein kleiner Sohn beobachtet, was sein Vater tut, weint er: "Warum zerstörst du die Kugeln?" Der Sohn versteht nicht, dass das primäre Ziel seines Vaters die Löcher sind, da nur Löcher Gefäße (Empfangs-Gefäße) werden können, und der Sohn will die Löcher stopfen, die sein Vater in den Kugeln machte.

So auch hier. Der Staub in den Augen verschließt die Sicht eines Menschen. Wann immer er also hinschaut, findet er Widersprüche in der Lenkung. Dabei ist dies das vollständige Kli, durch welches er Funken bedingungsloser Liebe finden kann, genannt "Freude einer Mizwa". Darüber steht geschrieben: "hätte der Schöpfer ihm nicht geholfen, würde er nicht gewinnen." Das bedeutet, dass wenn der Schöpfer dem Menschen nicht diese Gedanken gegeben hätte, er unfähig wäre, jeglichen Aufstieg zu empfangen.