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Shamati 61: Um Ihn herum stürmt es mächtig PDF Drucken E-Mail

Unsere Weisen sagen über den Vers: "Und um Ihn herum stürmt es mächtig", dass der Schöpfer besonders sorgfältig gegenüber den Gerechten ist. Er fragte: wenn sie doch generell gerecht sind, warum verdienen sie eine größere Bestrafung?

Die Sache liegt so, dass alle Grenzen in den Welten, von denen wir sprechen, aus der Perspektive der Empfänger sind, d.h. die Unteren sind es, die sich selbst auf einen bestimmten Grad begrenzen und beschränken, und also darunter bleiben. Oben sind sie mit allem, was die Unteren tun, einverstanden, daher verbreitet sich die Fülle in diesem Maße nach unten. Also veranlassen die Unteren durch ihre Gedanken, Worte und Taten, dass die Fülle nach unten hinabsteigt.

Es stellt sich heraus, dass wenn der Untere eine kleine Handlung oder ein kleines Wort als eine wichtige Tat betrachtet, wie {zum Beispiel} wenn man eine kurzzeitige Unterbrechung in der Anheftung an den Schöpfer als einen Verstoß gegen ein höchst ernsthaftes Verbot der Thora ansieht. Also sagt der Gerechte, dass der Schöpfer mit ihm besonders sorgfältig ist, und wie der Untere sagt, so wird von oben eingewilligt.

Wenn der Untere ein geringfügiges Verbot nicht als ein ernsthaftes ansieht, so betrachtet man von oben die Kleinigkeiten, gegen die er verstößt, ebenfalls nicht als große Verbote. Dementsprechend wird solch ein Mensch so behandelt, als wäre er ein kleiner Mensch, das heißt, seine Gebote und seine Sünden werden als klein angesehen. Sie werden als gleich aufgewogen und er wird im Generellen als ein kleiner Mensch betrachtet. Derjenige jedoch, der Kleinigkeiten ansieht und sagt, dass der Schöpfer im Bezug auf sie sehr sorgfältig ist, wird als ein großer Mensch angesehen, und sowohl seine Sünde als auch seine Gebote sind groß.

Der Mensch kann so starke Leiden empfinden, wenn er eine Sünde begeht, wie er Freude hat, wenn er eine gute Tat vollbringt. Es gibt ein Gleichnis darüber: ein Mann hat ein schreckliches Verbrechen gegen das Königreich begangen und wurde zu zwanzig Jahren Haft und harter Arbeit verurteilt. Das Gefängnis war außerhalb des Landes an irgendeinem einsamen Ort in der Welt. Das Urteil wurde sofort vollstreckt, und er wurde an den einsamen Ort am Ende der Welt geschickt.

Als er dort angekommen ist, fand er andere Menschen, die vom Königreich dazu verurteilt wurden, dort zu sein wo er war, doch er erlitt einen Gedächtnisverlust und vergaß, dass er eine Ehefrau und Kinder, Freunde und Besitztümer hatte. Er dachte, dass die ganze Welt nicht mehr ist, als das, was das Auge an diesem einsamen Ort sieht, mit den Menschen, die da sind; und dass er dort geboren ist und nichts anderes kannte. Also entspricht die Wahrheit seinem momentanen Gefühl, und er hat keinen Blick für die tatsächliche Realität, sondern nur für sein Wissen und seine Gefühle.

Dort wurden ihm Gesetze und Regeln gelehrt, so dass er die Regeln nicht noch einmal brechen würde, sich von Straftaten, die dort beschrieben wurden, fernhalten würde, und seine Taten zu korrigieren wüsste, um aus diesem Ort herausgeholt zu werden. Aus den Büchern des Königs erfuhr er, dass derjenige, der zum Beispiel gegen ein Gesetz verstößt, in ein abgeschnittenes Stück Land fern jeder Siedlung gesandt wird. Er ist von der harten Bestrafung beeindruckt, und dass solch harte Bestrafungen gegeben werden.

Doch er würde niemals denken, dass er derjenige war, der gegen die Gesetze dieses Staates verstoßen hatte, dass er hart verurteilt wurde, und das Urteil vollstreckt wurde. Zusätzlich wird er, da er Gedächtnisverlust erlitt, niemals seinen tatsächlichen Zustand wahrnehmen.

Das ist die Bedeutung von "Und um Ihn herum stürmt es mächtig". Der Mensch muss jede seine Bewegung so einschätzen, als hätte er selbst bereits gegen das Gebot des Königs verstoßen, und wäre aus der Siedlung verbannt worden. Nun beginnt durch viele gute Taten sein Gedächtnis zu arbeiten, und er beginnt zu fühlen, wie weit weg er vom bewohnten Ort der Welt ist.

Er beginnt zurückzukehren, bis er schließlich von dort geholt und an den bewohnten Ort gebracht wird, und dies resultiert eben aus der Arbeit des Menschen. Er beginnt zu fühlen, dass er seinem Ursprung und seiner Wurzel fern wurde, bis er schließlich der Anheftung an den Schöpfer gewürdigt wird.