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Shamati 64: Von Lo Lischma gelangt man zu Lischma PDF Drucken E-Mail

64. Von lo liShma kommt man zu liShma

Von lo liShma kommt man zu liShma. Wenn wir besonders aufmerksam hinschauen, so können wir sagen, dass die Phase von lo liShma die wichtigere Zeit ist, da es einfacher ist, unser Tun mit dem Schöpfer zu vereinen. Das ist so, weil in liShma der Mensch sagt, dass er diese gute Tat vollbracht hat, weil er dem Schöpfer in Vollkommenheit dient, und alle seine Taten für den Schöpfer sind. Es folgt, dass er der Eigentümer der Handlung ist.

Wenn sich jedoch der Mensch mit lo liShma beschäftigt, so tut er die gute Tat nicht für den Schöpfer. Es stellt sich heraus, dass der Mensch nicht mit der Klage zu Ihm kommen kann, dass er eine Belohnung verdiene. Der Schöpfer schuldet ihm also nichts. Warum tat er also die gute Tat? Nur, weil der Schöpfer ihm diese Gelegenheit gab, damit der Todesengel ihn verpflichten und zwingen würde, sie zu tun.

Wenn zum Beispiel Menschen in sein Haus kommen, und er sich schämt, nichtsnutzig herumzusitzen, so nimmt er dieses Buch und studiert Tora. Für wen studiert er also Tora? Es ist nicht für die Mizwa (Gebot) des Schöpfers, also nicht, um in den Augen des Schöpfers Gefallen zu finden, sondern, für die Gäste, die unter seine Obrigkeit kamen, um in den Augen der Menschen Gefallen zu finden. Also wie kann der Mensch dann Belohnung vom Schöpfer ersuchen, für diese Tora, mit welcher er sich um der Gäste willen befasste? Es folgt, dass der Schöpfer ihm nichts schuldig wurde, sondern stattdessen kann er seine Gäste verpflichten, ihn zu belohnen,  also ihn zu ehren, weil er die Tora studiert. Der Mensch kann jedoch den Schöpfer in keiner Weise verpflichten.

Wenn der Mensch sich einer Selbstprüfung unterzieht, und sagt: Schließlich befasse mich mit  der Tora und er verwirft die Ursache, also die Gäste, und sagt, dass er nun nur für den Schöpfer arbeitet, so soll er sofort sagen, dass alles von Oben gelenkt wird. Das bedeutet, dass der Schöpfer ihm zu seinem Verdienst die Beschäftigung mit der Tora gewähren wollte, und ihm eine wahrhaftige Ursache geben wollte, obwohl er nicht würdig ist, die Wahrheit zu empfangen. Also gab ihm der Schöpfer eine lügenhafte Ursache, dass der Mensch sich aufgrund dieser Lüge mit der Tora beschäftigt.

Es folgt, dass der Schöpfer der Handelnde ist, und nicht der Mensch. Überdies muss der Mensch dann den Schöpfer preisen, dass sogar in einem Zustand der Niederträchtigkeit, in dem er sich befindet, der Schöpfer ihn nicht verlässt und ihm Kraft gibt, also Brennstoff, um sich mit den Worten der Tora beschäftigen zu wollen.

Du wirst finden, dass, wenn der Mensch dieser Handlung Aufmerksamkeit schenkt, er bemerkt, dass der Schöpfer der Handelnde ist, in der Form von "Er allein vollbringt alle Taten und wird sie vollbringen". Doch der Mensch investiert keine Handlung in die gute Tat. Er vollbringt zwar eine Mizwa, doch er tut dies nicht für eine Mizwa, sondern aus einer anderen Ursache  (für den Menschen) heraus, einer Ursache, die sich aus der Trennung ergibt.

Die Wahrheit ist, dass der Schöpfer der  Verursacher ist, und Er der Grund ist, der ihn verpflichtet, doch der Schöpfer ist für ihn in eine andere Kleidung gehüllt, nicht in die Kleidung der Mizwa, sondern aufgrund einer anderen Furcht oder einer anderen Liebe. Es folgt, dass es während des vollkommenen lo liShma einfacher ist, die gute Tat zuzuordnen, und zu sagen, dass der Schöpfer derjenige ist, der die gute Tat vollzieht, und nicht der Mensch. Das ist einfach, weil der Mensch die Sache nicht für eine Mizwa tun möchte, sondern aus einer anderen Ursache heraus.

In liShma jedoch weiß der Mensch in seinem Inneren, dass er wegen der Mizwa arbeitet. Das bedeutet, dass er selbst der Verursacher war, d. h. wegen der Mizwa, doch nicht, weil der Schöpfer ihm die Idee und den Wunsch, die MizwaBelohnung und Strafe auszuführen, in sein Herz einpflanzte, sondern er selbst dies wählte. Die Wahrheit ist, dass all das vom Schöpfer getan wurde, doch der Mensch kann keine persönliche Führung erhalten, bevor er nicht das Konzept von erkennt.