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Shamati 58: Die Freude ist die "Erscheinung" der Guten Taten PDF Drucken E-Mail

Die Freude ist die "Erscheinung" der guten Taten: wenn die Taten [eines Menschen] Taten der Heiligkeit sind, dann offenbart sich dadurch Freude. Doch man muss wissen, dass es auch die Kategorie der Klipa (Hülle, Schale) gibt. Um also zu wissen, ob es sich um die Heiligkeit handelt, findet die Analyse im "Verstand" statt, denn in der Heiligkeit gibt es den "Verstand", in Sitra Achra dagegen gibt es keinen Verstand, denn "Der Götze ist unfruchtbar [wörtl. kastriert] und wird keine Frucht bringen[1]". Sobald also Freude zum Menschen kommt, muss er über die Worte der Tora nachdenken (meditieren), damit sich ihm der Verstand der Tora offenbart.

Zusätzlich muss man noch wissen, dass die Freude Höhere Erleuchtung darstellt, die sich mittels von Majn Nukvin offenbart, und das sind gute Taten. Und der Schöpfer richtet über den Menschen "der da liegt[2]". D.h. wenn der Mensch das Joch des himmlischen Königtums auf sich lädt, dann weilt darauf sofort die Höhere Erleuchtung, welche gleichzeitig auch die Kategorie der Ewigkeit ist. Und obwohl es bekannt und offenbart vor Ihm liegt, dass der Mensch sogleich von der Stufe fallen wird, so richtet er doch über ihn, "der da liegt". D.h. wenn der Mensch jetzt in seinem Verstand beschlossen hat, dass er das Joch des himmlischen Königtums auf ewig auf sich lädt, dann wird das als Vollkommenheit definiert.

Wenn dagegen der Mensch das Joch des himmlischen Königtums auf sich lädt, jedoch nicht in diesem Zustand auf ewig verbleiben will, dann wird diese Sache und diese Tat nicht als Vollkommenheit definiert, jedenfalls kann das Höhere Licht nicht kommen und und auf ihm verweilen, denn dieses Letztere ist vollkommen und ewig, und ändert sich nicht; wenn aber der Mensch will, dann wird sogar der Zustand, in dem er sich befindet, nicht auf ewig bleiben.


[1] Sohar 2.Teil, S.103, 70:1
[2] 1.Buch Sohar, 21:17 Da erhörte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom Himmel der Hagar und sprach zu ihr: Was ist dir Hagar ? Fürchte dich nicht; denn Gott hat erhört die Stimme des Knaben, da er liegt.