Beschreibung
Wie können wir uns von unserem Ego (Pharao) befreien? - Rav Dr. Michael Laitman spricht über die Bedeutung der zehn Plagen Ägyptens und den Auszug aus Ägypten im Licht der Kabbala. Aus einer Fernsehsendung mit dem Thema Pessach im Licht der Kabbala.
Transkript
Die zehn Plagen
Zehn Plagen - und man ist frei
Oren Levi: Ich möchte fragen: Was bedeuten die zehn Plagen, die dort in Ägypten waren: Blut, Frösche, Ungeziefer, Wild
Was sind diese Dinge?
Was symbolisieren die zehn Plagen?
Rav Dr. Michael Laitman: Unsere Seele, die jetzt unter der Macht unseres Egos ist, enthält zehn Teile, die "zehn Sfirot" genannt werden.
Zehn Teile zehn Sfirot
Rav Laitman: Und unser Ego, das die Seele bekleidet und sie davon abhält, in die spirituelle Welt hinauszugehen, auch dieses Ego teilt sich in zehn Teile.
Pharao unser Ego
Rav Laitman: Das heißt, derselbe Pharao, der uns in der Gefangenschaft in Ägypten hält, beinhaltet ebenfalls die zehn Teile.
Zehn Sfirot der Unreinheit
Rav Laitman: Zehn Plagen der Unreinheit, so wie es geschrieben steht. Und jede Sfira für sich hat eine andere Qualität, eine andere Art von Macht über uns.
Damit wir endgültig verstehen können, dass wir auf diese egoistische Weise nicht weiter existieren können, müssen zehn Plagen über uns kommen, gefolgt von einer inneren eindeutigen Entscheidung nach jeder Plage, dass ich damit nichts mehr zu tun haben will. Ich will nicht. Ich will nicht weiter den Vergnügen hinterherlaufen müssen. Ich will über andere Menschen keine Macht ausüben. Ich will die Menschen so nicht behandeln. Ich will mein Leben und mich selbst so nicht betrachten usw.
Es ist schwer, dies auf einer emotionalen Ebene zu erklären, weil das spirituelle Vorgänge sind. In der Tat handelt es sich bereits um eine Auseinandersetzung mit den Kräften in der Seele. In unserem Leben - im Allgemeinen aber - kann man sagen: Es ist wie bei einem Dieb, der eine große Strafe erhielt, seine Taten schon bereut und sich entschließt: Ich werde nicht mehr stehlen! Er befindet sich schon im Zustand der Reue und hat Angst: Oh weh, dass mein Böser Trieb nur ja keine Macht auf mich haben wird - er soll mich nicht wieder zum Stehlen verführen. Hier ist Angst. Die Angst ist so groß, sie ist so unendlich groß, dass der Mensch so einen Hass auf diese Eigenschaft, die ihm eine so große Strafe eingebracht hat, empfindet, dass er sie von sich abschneiden möchte. Ja, es ist der Hass, der ihn vom Bösen Trieb - dem Ego - entfernt.
Und so ist es immer, wenn der Mensch seinen egoistischen Willen benutzt. Bis wir zu erkennen beginnen, dass wir keinesfalls mehr davon Gebrauch machen möchten. Wir bekommen solche Schläge, solchen Ärger, dass es unmöglich ist so weiterzumachen. In dem Augenblick, in dem wir uns dafür entscheiden, sind wir für den Auszug aus Ägypten bereit.
Am Anfang meines Weges, als ich noch nicht wusste, was es bedeutet, ein Kabbalist zu sein, fragte ich Rabash einmal Was fühlt der Kabbalist letztendlich? Er antwortete: Was soll ich dir sagen? Sammle alle Genüsse ein, die du dir nur vorstellen kannst, die diese Welt dir geben kann - ich war damals etwas über 30 Jahre alt - du weißt alles, du bist erfolgreich, alle ehren dich, verbeugen sich vor dir, du bist wie der Herrscher der ganzen Welt, vollkommen gesund und hast die Möglichkeit, alle Vergnügungen zu haben und alles das ist unendlich, es endet nie alles was du dir in deinen wildesten Phantasien vorstellen kannst - dann fühlt ein Kabbalist der niedrigsten Stufe, der aus diesem Ägypten auszieht, eine Milliarde Mal mehr als all das.
Es ist sowieso schwer zu verstehen, worüber hier gesprochen wird. Das heißt, man redet über die spirituellen Genüsse, während ein spiritueller Genuss mit ganz anderen Gefäßen als den fünf Sinnen empfangen wird. Es begrenzt sich nicht auf unseren Körper. Du beginnst, ein ewiges Gefühl, ein Gefühl der Unendlichkeit zu bekommen.
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