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Shamati 39: Und sie hefteten Feigenlaub zusammen PDF Drucken E-Mail

Das "Laub" verweist auf den Schatten, den es auf das Licht wirft, also auf die Sonne. Es gibt zwei Arten von Schatten: die eine kommt vonseiten der Kdusha[1] und die andere kommt wegen einer Sünde.

Es gibt also zwei Verhüllungen des Lichts. Wenn der Schatten die Sonne verbirgt, gibt es eine Verhüllung des Höheren Lichtes, genannt "Sonne". Sie kommt vonseiten der Kdusha, und zwar aufgrund der Wahl, wie es über Moses geschrieben steht: "Da verhüllte Moscheh sein Antlitz, denn er scheute sich, zu G-tt aufzuschauen."[2]

Der Schatten kommt aufgrund der Angst, und "Angst" bedeutet, dass der Mensch sich fürchtet, die Güte zu empfangen, weil er vielleicht nicht in der Lage sein wird, die Absicht um zu geben zu haben. Folglich kommt der Schatten aufgrund der Kdusha, was bedeutet, dass der Mensch zum Schöpfer aufsteigen möchte.

Mit anderen Worten wird Dwekut[3] "Geben" genannt, da er sich fürchtet, vielleicht nicht fähig zu sein zu geben.

Es stellt sich heraus, dass es an der Kdusha haftet, und das wird "ein Schatten, der vonseiten der Kdusha kommt" genannt.

Und es gibt auch einen Schatten, der aufgrund einer Sünde kommt. Das bedeutet, dass die Verhüllung zum Menschen kommt, nicht aber, weil er nicht empfangen möchte. Ganz im Gegenteil, das ist, weil der Mensch empfangen möchte, um zu empfangen.

Das ist der Grund, warum das Licht weicht, da der ganze Unterschied zwischen Kdusha und Klipa[4] darin besteht, dass Kdusha geben möchte und Klipa nur empfangen und überhaupt nicht geben will. Aus diesem Grund gilt dieser Schatten als vonseiten der Klipa kommend.

Es gibt keinen anderen Rat, wie aus dieser Situation herauszukommen ist, als nur, wie es geschrieben steht: "und sie hefteten zusammen Feigenlaub, und machten sich Schürzen"[5]. "Schürzen" verweisen auf die Kräfte des Körpers, die sich in der Form des Schattens der Kdusha vereinten. Das bedeutet, dass obwohl sie nun kein Licht haben, da sich die Fülle aufgrund der Sünde entfernte, sie dennoch die Überwindung machen, dem Schöpfer aus purer Kraft zu dienen, über dem Verstand, was "aus Kraft" genannt wird.

Es steht geschrieben: "Und sie hörten die Stimme des Ewigen …da verkrochen sich der Mensch und sein Weib …"[6], das heißt, sie gingen in den Schatten. Das ist die Bedeutung von "da verhüllte Moscheh sein Antlitz"[7], das heißt, Adam ha Richon[8] (wörtl. Der Erste Mensch) tat das gleiche wie Moses.

"Und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Deine Stimme hört" ich im Garten, und fürchtete mich, weil ich nackt bin, und ich verbarg mich."[9] Nackt meint, entblößt vom Höheren Licht.

Der Schöpfer fragte, was der Grund sei, dass du in den Schatten gegangen bist, namentlich "und ich versteckte mich", weil ich nackt bin, ob das wegen des Schattens der Kdusha oder wegen der Sünde sei. Der Schöpfer fragte ihn: "Hast du von dem Baume, da ich dir geboten, nicht zu essen davon, gegessen?"[10] , was bedeutet, wegen der Sünde.

Wie dem auch sei, wenn der Schatten wegen der Sünde kommt, wird er "Bild, Bildhauer und Zauberer" genannt, was "Eines gegenüber dem Anderen schuf der Schöpfer" ist. Das ist, da so wie es in Kdusha Kräfte gibt, um Veränderungen zu vollführen, und Zeichen und Wunder zu zeigen, es auch in Sitra Achra Kräfte gibt. Das ist der Grund, aus welchem die Gerechten ihre Kräfte nicht nutzen, wegen "eines wie das andere", also, um Sitra Achra keine Kräfte zu geben, das gleiche zu tun wie sie.

Nur zu außergewöhnlichen Anlässen verleiht der Schöpfer Sitra Achra nicht die gleiche Kraft, die es in Kdusha gibt. Es ist wie bei Elija auf dem Berg Karmel, der sagte "Erhöre mich", sodass sie nicht sagen, dass es Hexenkraft war, also dass es eine Kraft gibt, die das Höhere Licht verbergen kann.

Also: Schürzen, die vonseiten des Feigenlaubs kommen, welches von der Sünde des Baumes der Erkenntnis stammt, dieses Laub, also dieser Schatten, der durch die Sünde entsteht, da der Grund nicht vonseiten der Kdusha ist, wenn sie selbst entscheiden, den Schatten zu nehmen, sie aber den Schatten nehmen, weil es keinen anderen Rat für sie gibt, das kann nur funktionieren, um aus dem Zustand des Abstiegs herauszukommen. Wie dem auch sei, muss die Arbeit danach aufs Neue beginnen.



[1] Wörtl. Heiligkeit
[2] 2. Buch Moses 3,6
[3] Wörtl. Anheftung
[4] Wörtl. Hülle
[5] 1. Buch Moses 3,7
[6] 1. Buch Moses 3,8
[7] 2. Buch Moses 3,6
[8] Wörtl. Der Erste Mensch
[9] 1. Buch Moses 3,10
[10] 1. Buch Moses 3,11