| Shamati 28: Ich werde nicht sterben, sondern leben |
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Im Vers: „Ich werde nicht sterben, sondern leben“ (Psalmen, 118,17) etc. Um zur Wahrheit zu gelangen, muss der Mensch das Gefühl haben, dass wenn er die Wahrheit (Emet) nicht bekommt, er sich tot fühlt (met), weil er leben möchte. Im Vers: „Ich werde nicht sterben, sondern leben“ ist also die Rede von demjenigen, der die Wahrheit erkennen möchte. Das ist die geheime Bedeutung von: „Jona, der Sohn von Amitai“ (Jona, 1,1). Jona kommt vom (hebräischen) Wort Ona-a (wörtl. Betrug, Täuschung), und Sohn (Ben) vom (hebräischen) Wort mevin (wörtl. versteht). Er versteht, da er immer den Zustand betrachtet, in dem er sich befindet, und sieht, dass er sich selbst betrügt und nicht den Weg der Wahrheit geht. Denn als Wahrheit wird das „Geben“ bezeichnet, also liShma; und das Gegenteil dazu ist „Betrug“ und „Lüge“, also reines Empfangen, welches lo liShma bedeutet. Und dadurch wird er danach der Kategorie „Amitai“ gewürdigt, also der Wahrheit (Emet). Und darin besteht der geheime Sinn der Worte: „Deine Augen sind wie Tauben (Jonim).“ (Hoheslied, 1,15). Die Augen der Heiligkeit, welche als die Augen der Heiligen Shechina bezeichnet werden, täuschen uns, und wir denken, dass sie, Gott behüte, keine Augen hat, wie es im Buch Sohar steht: „Die wundervolle Welt, die keine Augen hat.“ Die Wahrheit aber ist so, dass derjenige, der der Wahrheit gewürdigt wird, dann sieht, dass sie Augen hat. Und darin besteht der geheime Sinn der Worte: „Wenn die Augen der Braut wundervoll sind, bedarf ihr ganzer Körper keiner Prüfung.“
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