| Mehr als nur Madonna |
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Kabbalah hat Millionen von Studenten weltweit TORONTO – Ohne Internet war das tägliche Studieren der Kabbalah ziemlich harte Arbeit für Susan Morales, die bereits durch die Betreuung ihrer Krankenschwesterschüler ziemlich beschäftigt ist. Doch durch die Möglichkeit, den Unterricht von Rav Laitman via Internet zu verfolgen, ist Israel nur einen Klick weit weg für die Einwohnerin von Toronto, die selbst an der Ryerson Universität lehrt. „Dieses Wunder ist geradezu fantastisch“, sagt Morales, 58, die sich täglich mit Kabbalah befasst - etwas, das von allen Studenten gefordert wird - und das seit sechs Jahren. Laitman ist der Begründer und Präsident des Bnei Baruch Kabbalah Bildungs- und Forschungszentrums in Israel, deren Zweigstellen in die ganze Welt reichen, einschließlich nach Toronto. Kabbalah, was auf hebräisch „empfangen“ heißt, ist eine alte „Methode des spirituellen Wachstums und Entwicklung, die einen inspirierenden Weg der Selbsterkenntnis und spirituellen Erhöhung bietet“, so das Zentrum. Sie hilft bei der Beantwortung der allumfassenden Frage: Wozu dient mein Leben? In einem Interview während seines Besuches in Toronto sagte Laitman, das Internet spiele eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Kabbalah. „Als ich 1991 anfing, die Akademie aufzubauen, war das Internet praktisch noch nicht existent!“, sagte er durch seinen Dolmetscher. Laitman ging durch schwere Jahre, als er „Schneckenpost“ verwendete. Das Netz verbesserte die Kommunikation und als ein „Ergebnis, haben wir heute, indem wir das Internet nützen, fast 2 Millionen Studenten weltweit – über 200,000 in Kanada, in 47 Ländern und 26 Sprachen, sagte Laitman. Tausende studieren im Kabbalah Zentrum, einer anderen israelischen Organisation, die durch das Web die Welt erreicht. Durch Bnei Baruch, sagte Morales, können Unterrichte überall und jederzeit verfolgt werden, denn Bnei Baruch verfügt über eines der größten Archive downloadbarer Lektionen. „Wenn ich vor meinem Computer sitzen und 24 Stunden pro Tag, 365 Tage pro Jahr studieren wollte, würde ich keine einzige Lektion zweimal ansehen müssen.“ Rob Taylor, 56, Projektmanager Berater, sagt, er stünde um drei Uhr morgens auf, um Kabbalah zu studieren. Üblicherweise studiert er Texte oder nimmt online Unterricht bei Laitman. Im Laufe des restlichen Tages arbeitet er an dem, was er gelernt hat. „Warum sehe ich etwas so? Warum wirkt dieses oder jenes so auf mich?“ 1984, als er Kabbalah kennen lernte, gab es überhaupt kein übersetztes Material. Bis Ende der Neunziger war sie einigen wenigen auserwählten Studenten vorbehalten. Dann Ende der Neunziger, änderte sich plötzlich alles, fügte er hinzu. „Es gab Kommentare, doch nichts, mit dem man sich anfreunden konnte, um es wirklich zu verstehen.“ „Ich kam mit Material in Berührung, das hauptsächlich von Laitman, dem Autor von "The Complete Idiot's Guide to Kabbalah", zusammengetragen worden war. Nun gibt es bereits mehr als 50.000 Bücher bei Amazon, die meisten erst nach 2000 geschrieben; mehr als 200.000 Lektionen sind online zugänglich. Übrigens: Bücher, so wie "The Complete Idiot's Guide to Kabbalah", erleichtern den Menschen den Zugang zu der Materie, die durch die Popsängerin und Schauspielerin Madonna bekannt wurde. „Als sie damit in die Öffentlichkeit ging, fragten sich immer mehr Leute, was denn das sei“, sagte Jakob Kessler, 25, der bei der Gründung des Kabbalah Clubs an der Universität von Toronto mitarbeitete. „Immer mehr Menschen begannen, Treffen zum Studieren zu organisieren, am Unterricht im Kabbalah Zentrum teil zu nehmen“, sagte Kessler, der durch seine Eltern zur Kabbalah gelangte, als er noch ein kleiner Junge war. Kessler, der Judaismus studiert, mit dem Schwerpunkt auf mystischem Judaismus und Kabbalah, sagt, dass viel Menschen sich für die Unterrichte interessieren, oft sei das Klassenzimmer voll. Doch Madonna ist nur ein Teil davon, warum Kabbalah heutzutage von so vielen Leuten studiert wird, so Laitman. „Die Menschheit befindet sich in einer globalen Krise; Scheidungsraten schnellen in ungeahnte Höhen, Drogenmissbrauch und Depression sind an der Tagesordnung. Die Globalisierung bewirkt, dass wir alle miteinander verbunden sind doch gleichzeitig hassen wir uns gegenseitig.“ „Wenn du die Hoffnung verlierst.., beginnst du mit der Suche. Instinktiv entdecken die Menschen, dass die Antwort in der Kabbalah zu finden ist.“ „Daher enthüllen die Kabbalisten zum ersten Mal seit 5.000 Jahren der Welt die Kabbalah. Wir sehen, dass die Kabbalah eine Methode darstellt, sich selbst zu korrigieren und die Balance wieder zu finden.“ „Menschen aus unterschiedlichsten Schichten finden sie hilfreich,“ so Morales. Sie traf bereits Christen, Orthodoxe Juden, Muslime und Agnostiker - sie alle studierten die Kabbalah. „Durch das Studium der Kabbalah, korrigiert man sich selbst,“ sagt Morales. „Wie wird jemand mehr wie der gebende Schöpfer, oder Gott? – So definiert die Kabbalah die Spiritualität“, so Morales. In der Kabbalah führen korrigierte Absichten dich näher zu Gott, oder dem Schöpfer, der eine gebenden, eine schenkende Kraft darstellt, sagt Laitman. Die gesamte Natur ist gebend, liebend. Jedes Organ in unserem Körper funktioniert für dessen Wohlergehen. „Daher sagt die Kabbalah, dass sich die Menschheit über ihren Egoismus erheben solle, um nicht zum Krebsgeschwür der Natur zu entarten.“ „Die heutige Verbundenheit sollte uns dabei helfen, uns über unsere Egos zu erheben und die richtige Harmonie durch das geben zu finden.“ Wenn uns die Kabbalah den Blick auf diese Welt eröffnet, fordert sie uns auch auf, gut zu werden. Von allen Kabbalisten ist Barmherzigkeit verlangt – „den Wunsch des anderen über meinen eigenen zu stellen“ – was Kessler täglich versucht. Er macht es auf „verschiedene Weise – materiell und anders.“ Taylor sagt, er drang tiefer in die Kabbalah ein, als er seine Dienstperiode bei den Marines ableistete und von der Polizeiarbeit frustriert war. „Du verbringst viel Zeit in dieser Umgebung, weil du Dinge in Ordnung bringen willst. Irgendwann bemerkst du, dass du das nicht kannst. Schließlich wird dir klar, dass das Ganze bei dir selbst anfängt, bei deiner eigenen Korrektur. Wir müssen uns zunächst selbst in Ordnung bringen, bevor wir auch nur daran denken können, irgendjemand anderen zu korrigieren. Das war vermutlich die größte Chance, die ich in meinem Leben jemals hatte, nämlich Kabbalah zu studieren und anzuwenden.
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