| Kabbala als Wurzel aller Wissenschaften |
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Wie die Ordnung unserer Welt und die Erforschung
ihrer Existenz eine wunderbare Wissenschaft ist, so sind
auch die Offenbarung des Lichtes des Schöpfers in der Welt
und die Wirklichkeit der Stufen, der Wirkensarten zusammen
eine wundersame Wissenschaft. Die Wissenschaft der Physik
zum Beispiel, die eine spezielle, sich in einer speziellen
Welt befindlichen Form des Wissens darstellt, ist etwas
Besonderes nur hinsichtlich des eigenen Bereiches, und es
gibt keine andere Wissenschaft, die in sie eingeschlossen
wäre. Grundlage der Wissenschaft der Kabbala ist die
allgemeine Kenntnis aller Stufen (der toten, pflanzlichen,
tierischen und menschlichen) und alle ihrer
Sondererscheinungen, die in die Absicht der höchsten
lenkenden Kraft eingeschlossen sind, d.h. alles, was mit dem
Ziel in Einklang ist. Deswegen sind alle
Wissenschaften in der Welt in die Wissenschaft der Kabbala eingeschlossen, so, dass sie alle Arten
von Wissenschaften ausgleicht, sie in einer für alle
gemeinsamen Ordnung gleich stellt, so, dass jede
Wissenschaft ihr zu entsprechen hat.
Die Physik zum Beispiel entspricht genau der Ordnung der
Welten und Sefirot, ebenso wie die Astronomie, und auch
Musik usw. D.h. alle Wissenschaften sind in Übereinstimmung
mit einer Verbindung und einem Kontakt in der Wissenschaft
der Kabbala angeordnet, und sie alle ähneln ihr, was uns
davon zeugt, dass sie alle voneinander abhängen, d.h. die
Wissenschaft der Kabbala hängt von allen Wissenschaften ab,
die ihrerseits von ihr abhängen. Deswegen besteht der
Fortschritt der Wissenschaften in ihrer Koppelung an die
Wissenschaft der Kabbala, die sie alle ursprünglich in sich
einschließt. Die Notwendigkeit des Studiums der Wissenschaft der Kabbala Weil die ganze Wissenschaft der Kabbala von der Enthüllung der höchsten, uns lenkenden Welt berichtet, so gibt es selbstverständlich keine andere Wissenschaft, die ihr in der Wichtigkeit für unsere Existenz gleichen würde. Die ganze Menschheit entwickelt sich allmählich und wird sich der Tatsache bewusst, dass wir ohne die Erkenntnis des uns Lenkenden nicht in der Lage sind, zu überleben. Die Absicht der Wissenschaftler-Kabbalisten bestand darin, ein System der Erkenntnis zu erschaffen, welches sich für unsere Zeit eignen würde, wenn die Menschheit zur Bewusstsein der Notwendigkeit gelangt, für sich das System der höchsten Lenkung zu erschließen. Deswegen entwickelten Wissenschaftler-Kabbalisten diese Wissenschaft im Geheimen im Laufe der Jahrhunderte bis zur unseren Zeit. Diese Verhüllung sollte aber nur eine gewisse Zeit andauern, wie es im Buch „Zohar“ geschrieben steht: „Die Weisheit der Kabbala wird sich am Ende der Tage offenbaren“. D.h. jedem einzelnen werden sich alle höheren Begriffe und Stufen offenbaren, das Wesen der Geschöpfer sowie ihr Verhalten in dieser Welt, die einen Abdruck der höheren lenkenden Welt darstellen.
Die Enthüllung der höchsten Lenkung ist keine
einmalige Handlung, sondern eine stufenweise Erkenntnis, die
sich im Verlauf eines dazu ausreichenden Zeitraumes
entwickelt. Aufeinanderfolgende Erkenntnisse des Höheren
werden als Stufen bezeichnet, weil sie sich im
Erkenntnisprozess eine über der anderen befinden, wie die
Stufen einer Leiter. Gegner der Kabbala könnten dieser Lehre widersprechen, und behaupten, dass diese Wissenschaft nur denen vorbehalten ist, die bereits einer gewissen Stufe der Offenbarung der höchsten lenkenden Kraft würdig wurden. Wenn dem so sein sollte - welche Verpflichtung und welchen Bedarf kann der Großteil des Volkes am Studium dieser Wissenschaft haben? Es gibt jedoch Handlungen, die jeder in der Welt als eine Vorbereitung auf die Erreichung des Zieles seiner Existenz - der Erkenntnis der höchsten Kraft - ausführen muss. Weil die Enthüllung der höchsten Kraft im Maße der Angleichung an sie stattfindet, muss die Absicht, sich ihr anzugleichen, das Studium der Kabbala begleiten. Genau im Maße des Vorhandenseins dieser Absicht im Menschen erreicht er schneller und effektiver die Enthüllung der höchsten Kraft. Weil aber die Absicht, sich qualitativ zu verändern, von den egoistischen zu den altruistischen Eigenschaften überzugehen, im Menschen anfänglich nicht vorhanden ist, braucht er, um wenigstens minimale Bestrebungen nach der Übereinstimmung zu erhalten, eine Umgebung, eine Gesellschaft, die dieses Bestreben in ihm hervorrufen würde (siehe darüber ausführlicher im Artikel „Freier Wille“). Somit geschieht die Aneignung der Wissenschaft der Kabbala in zwei Etappen:
Beide dieser Etappen durchläuft der Mensch mithilfe des
Studiums der Kabbala. Hieraus sieht er, worin sich die
Wissenschaft der Kabbala von den Naturwissenschaften
unterscheidet, während er nämlich Naturwissenschaften in den
bereits bei uns vorhandenen Sinnesorganen erkennt, beginnt
er das Studium der Kabbala, ohne den Gegenstand des
Studiums selbst vollkommen wahrzunehmen, und erlangt im
Laufe des Studiums ein neues Sinnesorgan. Dann beginnt die
zweite Etappe des Studiums der höchsten Welt, der lenkenden
Kraft, die Wissenschaft der Kabbala selbst, während die
erste Etappe nur eine vorbereitende war, ähnlich wie jede
Profession in unserer Welt vor ihrer Umsetzung in der Tat
eine Ausbildung erfordert. Verpflichtung zur Weitergabe der Methodik der Wahrnehmung In Entsprechung mit dem allgemeinen Naturgesetz ist jeder Mensch verpflichtet, am Ende seiner Entwicklung in sich das sechste Sinnesorgan zu entwickeln und in ihm das Universum zu erkennen. Von diesem Schöpfungsziel ausgehend sind einer Gruppe von Kabbalisten diese Pflichten auferlegt:
In der Nichtausführung dieser Mission birgt sich der Grund für den Antisemitismus - die Beschuldigungen der Völker an die Juden, für ihr falsches Verhalten, für die Verbergung des Guten, die Empfindungen ihrer Schuld. Die Empfindung der eigenen verborgenenen Schuld wohnt auch den Juden selbst inne. Andererseits kann man sagen, dass gerade auf der Grundlage der Kabbala, als sie aus der klaren Erkenntnis der Juden verschwand und nur eine Überlieferung von der Vergangenheit hinterließ, das Judentum entstand – sowie rituelle Massenhandlungen, aus welchen sich später das Christentum und der Islam bildeten. Gerade weil im Volk die Erinnerung an die Erkenntnis ihrer Vorfahren übrig blieb, ersetzten sie das Eingebüßte durch äußere Rituale und Traditionen. Dann entstand auch ihre Vorstellung von einer anderen Stufe der Wahrnehmung der Welt, sie verstanden nicht mehr, dass ihre Vorfahren sich auf einer anderen Stufe der Erkenntnis der Welt befanden.
Baal Sulam schreibt davon in seinem Gleichnis von einem
Menschen, der an einen fernen Ort gerät, und sein Zuhause
vergisst, bis ihm zufällig ein Buch von einem wundersamen
fernen Land in die Hände fällt, und er beginnt, sich daran
zu erinnern, dass er wahrscheinlich von dort stammt. So
müssen auch wir alle zur Wahnehmung der höchsten Welt
zurückkehren. Richtige Darlegung der Wissenschaft der Kabbala Bis zur heutigen Zeit konnte kein einziger Wissenschaftler-Kabbalist einen Weg enthüllen, auf welchem man sich mit der Wissenschaft der Kabbala öffentlich beschäftigen könnte, mit einem ganzen Volk, und den Charakter eines jeden Wortes zu erklären. Nur der letzte Kabbalist des 20sten Jahrhunderts - J. Aschlag (BaalHaSulam) konnte in seinen Werken einen Weg zum Ziel der Schöpfung enthüllen und erklären, welcher für alle geeignet ist. Dieser Weg heißt „Weg der Verhüllung“. Die Entdeckung dieses Weges ist nicht der Verdienst von BaalHaSulam, sondern bedingt von der Entwicklung unserer Generation, die zu einer vollkommenen Korrektur bereit sein muss Obwohl man sich zur Deutung der Wissenschaft der Kabbala der Hilfe äußerer Wissenschaften bedienen kann, weil sie in der Wissenschaft der Kabbala eingeschlossen sind, findet deren beste Erläuterung auf dem Wege einer Beschreibung der höchsten Welt in Entsprechung mit der Wurzel und dem Zweig anstelle von Ursache und Wirkung.
Deswegen war BaalHaSulam der erste, der die Wissenschaft der
Kabbala in Entsprechung mit der Wurzel und dem Zweig
erklärte, der Ursache und Wirkung, und das nach seiner
Methodik Studierte eröffnet das Verständnis aller
kabbalistischen Quellen. Erkenntnis der Wissenschaft der Kabbala Die Erkenntnis der Wissenschaft der Kabbala geschieht: 1.durch das Verstehen des Textes - ähnlich wie sich die Welt vor dem Betrachter befindet, er aber zuvor viel Eifer zeigen muss, um diese Welt zu verstehen, obwohl er alles mit seinen Augen sieht. 2.durch das Erfühlen des Textes - außer der Information wohnt dem Text eine besondere Eigenschaft inne, die es jedem erlaubt, der sich mit dessen Studium befasst, obwohl er das Geschriebene noch nicht versteht, allmählich in die Wahrnehmung der höheren Welt einzutreten.
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