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Shamati 56: Thora heißt "Hinweis" PDF Drucken E-Mail

Thora heißt "Hinweis", also "hinweisen", "zeigen". Gemeint ist, dass zu der Zeit, wenn der Mensch sich mit der Thora beschäftigt, gilt - je mehr Anstrengungen er dabei unternimmt, desto mehr verspürt er seine Entferntheit. Man zeigt ihm also die Wahrheit, und das bedeutet, dass man ihm die Größe seines Glaubens zeigt, was die ganze Grundlage der Wahrheit ist, und im Maße des Glaubens, den er hat, baut sich darauf die ganze Basis der Erfüllung der Thora und der Gebote auf. Denn dann offenbart sich vor seinen Augen, dass seine ganze Grundlage nur auf der Erziehung aufgebaut ist, die er erhalten hat, da diese Bildung für ihn ausreicht, um die Thora und die Gebote in allen Details und Feinheiten zu erfüllen; und alles, was von der Bildung kommt, heißt Glaube innerhalb des Wissens.

Und obwohl das gegen den Verstand ist - denn der Verstand verpflichtet dazu, dass er im Maße der Verstärkung der Bemühungen in der Thora sich dem Schöpfer näher fühlen muss - zeigt ihm jedoch die Thora immer mehr die Wahrheit. Mit anderen Worten, wenn der Mensch die Wahrheit sucht, führt ihn die Thora immer näher an die Wahrheit heran, und er sieht die Größe seines Glaubens an den Schöpfer. Und das hat den Zweck, dass der Mensch um Erbarmen bitten kann, und zum Schöpfer beten kann, dass Dieser ihn tatsächlich an Sich heranziehen möge, also um des Glaubens an den Schöpfer gewürdigt zu werden - und dann wird er den Schöpfer preisen und Ihm danken können, dafür, dass ihm das vergönnt wird, und dafür, dass Er ihn an Sich annäherte.

Im Gegensatz dazu, wenn der Mensch nicht das Ausmaß seiner Entfernung sieht und denkt, dass er sich ständig voran bewegt und wächst, so folgt daraus, dass er seine Gebäude auf wackeliger Basis errichtet, und er hat keine Möglichkeit, zum Schöpfer zu beten, damit Dieser ihn an Sich annähern möge. Folglich hat er keine Möglichkeit, sich darin zu bemühen, einen vollkommenen Glauben zu verdienen, denn der Mensch bemüht sich nur in dem, was ihm fehlt. Daher gilt in all der Zeit, wenn er unwürdig ist, die Wahrheit zu sehen, im Gegenteil, dass je mehr er an Thora und Geboten wächst, er desto mehr im Grad seiner Vollkommenheit wächst, und bei sich keinen Mangel sieht. Und wenn dem so ist, dann hat er keine Möglichkeit, eine Anstrengung zu unternehmen und ein Gebet zu verrichten, um tatsächlich des Glaubens an den Schöpfer gewürdigt zu werden, denn wenn er Unkorrigiertheit wahrnimmt, ist das eine Korrektur für ihn. Doch zu der Zeit, wenn er sich mit der Thora und den Geboten auf wahrem Wege beschäftigt, zeigt ihm die Thora die Wahrheit - Denn in der Thora ist diese wunderbare Eigenschaft eingeschlossen, dank welcher man tatsächlich die wahre Lage der Dinge hinsichtlich des Grades des eigenen Glaubens sehen kann (und das ist der geheime Sinn der Worte: "wenn er begreift" (dass er gesündigt hat)- siehe Vajikra (Levitikus) 4:23).

Und zu der Zeit, wenn er sich mit der Thora befasst und die Wahrheit sieht, also den Grad seiner Entfernung vom Spirituellen, und er sich als ein solch niederträchtiges Geschöpf sieht, dass es keinen schlechteren Menschen auf der Erdkugel gibt - dann wendet sich die Sitra Achra mit einer anderen Behauptung an ihn, gemäß welcher sein Körper in der Tat äußerst hässlich ist, und es tatsächlich keinen hässlicheren Menschen als ihn in der Welt gibt. Sie sagt ihm das, damit er in Verzweiflung gerät. Denn sie fürchtet sich, dass er sich das zu Herzen nehmen könnte und zu dem Wunsch gelangen könnte, seinen Zustand zu korrigieren; daher willigt sie ein, wenn der Mensch sagt, dass er hässlich ist. Und sie gibt ihm zu verstehen, dass wenn er mit mehr herausragenden Talenten und besseren Qualitäten auf die Welt gekommen wäre, er sein Böses überwinden und korrigieren könnte, und eine Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen könnte. Und darauf muss man ihr antworten, dass das, wovon sie spricht, im Traktat Taanit angeführt wird, auf der Seite 20. Rabbi Elasar, der Sohn von Rabbi Schimon, ging aus einem großen Turm, aus dem Haus seines Lehrers hinaus, und ritt auf einem Esel und spazierte am Ufer eines Flusses in großer Freude. Und er wurde stolz, weil er viel Thora gelernt hat. So traf er einen Menschen, der ungewöhnlich hässlich war. Dieser sagte zu ihm: "Frieden sei mit dir, Rabbi", und der Rabbi antwortete darauf mit keinem Gruß. Sondern er sagte: "Unwürdiger, wie hässlich ist dieser Mensch, vermutlich sind auch die Bewohner deiner Stadt genauso hässlich wie du". Und der Mensch sagte zu ihm: "Ich weiß nicht, aber geh zu dem Meister, der mich erschaffen hat, und sage zu ihm: wie hässlich ist dieses Gefäß, welches von Dir erschaffen wurde". Und da er selbst verstand, dass er sündigte, stieg er vom Esel ab.

Aus dem oben Gesagten werden wir verstehen, dass weil er viel Thora gelernt hat, es ihm vergönnt wurde, dank ihr die Wahrheit zu sehen: welch eine Entfernung zwischen ihm und dem Schöpfer liegt. Die Rede ist vom Maß seiner Annäherung und dem Maß seiner Entfernung. Und wenn es heißt, dass er stolz wurde, dann bedeutet dies, dass er eine ganzheitliche Erscheinung des Stolzen erblickte, also seines Willens zu empfangen; und dann sah er die Wahrheit: dass er selbst der hässlichste Mensch ist. Wie sah er die Wahrheit? Dadurch, dass er viel Thora studiert hat. Und wie wird er die Möglichkeit erhalten, mit dem Schöpfer zu verschmelzen, wenn er so hässlich ist? Daher fragte er eben, ob alle Menschen hässlich sind wie er, oder ob nur er hässlich ist, und die anderen Menschen der Welt nicht hässlich sind. Und wie war die Antwort? " "Ich weiß nicht". Das bedeutet, dass sie nicht empfinden und daher nicht wissen. Warum empfinden sie nicht? Einfach weil sie es nicht verdient haben, die Wahrheit zu sehen, weil es ihnen an Thora mangelt, die ihnen die Wahrheit offenbaren wird. Und darüber antwortete ihm Elijahu: "Geh zum Meister, der mich schuf". Weil er sah, dass er an einen Punkt gelangte, an dem er sich aus dem Zustand, in dem er sich befindet, nicht erheben kann, offenbarte sich Elijahu und sagte ihm: "Geh zum Meister, der mich schuf". Das bedeutet, dass da der Schöpfer dich so hässlich schuf, Er selbstverständlich wusste, dass man mit diesen Kelim (Gefäßen) zur Vollkommenheit des Ziels gelangen kann; daher sollst du dich nicht sorgen, schreite voran und du wirst Erfolg haben.