| Shamati 108: Wenn du mich für einen Tag verlässt, werde ich dich für zwei verlassen |
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Jeder Mensch ist vom Schöpfer durch sein Empfangen entfernt. Wenn jedoch der Mensch nur nach Genüssen dieser Welt strebt, und nicht nach dem Spirituellen, d.h. darin besteht sein egoistischer Wille zu empfangen, dann gilt, dass er vom Schöpfer um einen Tag entfernt ist. D.h. die Entfernung um einen Tag ist nur um eine Eigenschaft, die ihn vom Schöpfer trennt, weil er im Willen versunken ist, Genüsse dieser Welt zu empfangen. Wenn jedoch der Mensch sich dem Schöpfer annähert, dadurch dass er seinen Egoismus im Bezug auf die Wünsche dieser Welt annulliert, dann wird er als dem Schöpfer nahe bezeichnet. Wenn er dann aber gefallen und seine spirituelle Stufe verloren hat, dadurch, dass er begonnen hat, die Genüsse der zukünftigen Welt auf egoistische Weise zu wollen, dann gilt er als vom Schöpfer entfernt, dadurch dass er spirituelle Genüsse für sich empfangen möchte, und fällt außerdem so weit, dass er irdische Genüsse, Genüsse dieser Welt empfangen möchte. Daher gilt, dass er sich nun um zwei Tage vom Schöpfer entfernt hatte:
Folglich ging der Mensch zunächst einen Tag und kam der Arbeit des Schöpfers näher. Und dann ging er sozusagen zwei Tage zurück, entfernte sich also vom Schöpfer, durch zwei Arten des Empfangens:
Und daher folgt, dass er zurückging. Das kann man nur vermeiden, indem man den Weg der Thora geht, also den Weg des Gebens. In diesem Fall muss die Ordnung so sein, dass man sich zunächst durch zwei Grundsätze hüten muss:
Gemäß dem folgt, dass der Mensch verpflichtet ist, die Gebote in der Tat auszuführen, und auch zu glauben, dass dem Schöpfer die Tatsache, dass die Unteren Seine Gebote ausführen, Vergnügen bereitet. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen einem großen Gebot und einem kleinen, der Schöpfer genießt also auch die unbedeutendste Handlung, die man für Ihn tut. Und dann gibt es die aktive Folge daraus, wobei das die wichtigste Absicht ist, die der Mensch für sich sehen soll, dass nämlich der Mensch Genuss davon hat, dass er dem Schöpfer Vergnügen bereitet. Und das ist der Hauptschwerpunkt in der Arbeit des Menschen, wovon geschrieben steht: "Dienet dem Herrn mit Freuden"[1]. Und darin muss seine Belohnung für die Arbeit bestehen, d.h. er genießt es, dass er dessen würdig geworden ist, dem Schöpfer Freude zu bereiten. Daher steht in der Thora: "Der Fremdling, der bei dir ist, wird immer höher über dich emporsteigen, du aber wirst immer tiefer heruntersinken. Er wird dir leihen, du sollst ihm aber nicht leihen"[2]. Goi- Fremdling (Andersgläubiger)- ist der Wunsch, für sich zu genießen (sobald der Mensch in die Arbeit für den Schöpfer eintritt, wird er als "Übergetretener" bezeichnet. Und bis dahin ist er ein vollendeter Goi). "Er wird dir leihen": wenn er Kräfte für die spirituelle Arbeit gibt, dann gibt er sie in Form eines Anleihens. D.h. wenn er einen Tag in Thora und den Geboten arbeitet, dann glaubt er, auch wenn er nicht sofort an der Stelle eine Belohnung erhält, dass man ihn später für alles entlohnen wird, was er in diese Arbeit investiert hat. Daher kommt er nach einem Arbeitstag zum Menschen und fordert die ihm gebührende Belohnung für investierte Kräfte, dafür, dass der Körper sich bemüht hat, Thora und die Gebote zu erfüllen. Doch der Mensch weigert sich, ihm zu zahlen. Dann beginnt der Ger zu schreien- was ist das für eine Arbeit, für die man keine Belohnung zahlt. Und dann will er keine Kräfte mehr investieren, um spirituelle Arbeit zu verrichten, wie Israel zu arbeiten. "Du sollst ihm aber nicht leihen" wenn du ihm Nahrund gibst und zu ihm kommst, um zu bitten, er möge dir die Kraft zum arbeiten geben, dann antwortet er, dass er dir nichts schuldet, dass er dir für die Nahrung nichts schuldet. Denn er gab dir die Kraft zu arbeiten. Und das war unter der Bedingung, dass du ihm zurückgeben wirst, was er dir gab, doch in einer Form, in der er wünscht, d.h. du wirst für diese Kräfte das kaufen, was er wünscht. [1] Psalmen 100:2 |




