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Shamati 167: Der Shabbat vor Jom Kippur PDF Drucken E-Mail

Der Shabbat vor Jom Kippur hat zwei Bezeichnungen. Die erste- Schabbat Schuwa- bekam er nach den ersten Worten der "Haftara", die man an diesem Tag liest: "Schuwa, Israel!" ("Kehre zurück, Israel!") (Hoschea 14:2). Die zweite- Schabbat Tschuwa (Tschuwa- hebräisch "Rückkehr, Reue, Buße"), weil Shabbat einer der zehn Tage der Buße ist.

"Kizur Schulchan Aruch"

Warum nennt man den Shabbat [vor Jom Kippur] "Schabbat Tschuwa" ("Schuwa")- als Schabbat der Buße? Weil man am Ende der zehn Tage der Buße am Tage des Gerichts- Jom Kippur- "von der Sünde" spricht, und jeder, der genau hinschaut [in den Text des Gebetes "von der Sünde"], findet natürlich nicht, dass sechzig Prozent [von dem, was dort beschrieben wird] auf ihn zutreffen. Doch hinsichtlich des restlichen vierzig Prozent kann er mit einem gewissen Anteil an Zweifel zulssen, dass vielleicht auch er darin inbegriffen ist, doch nicht fühlt [dass er sündigte]. Doch in sechzig Prozent von dem, was im Gebet "von der Sünde" steht, sieht er sich keinesfaalls.

Daher existiert eben die wundervolle Kraft des Sabbattages, wenn mittels des Lichts des Sabbats die Möglichkeit entsteht, sich selbst als in Hundert Prozent der Sünde befindlich zu sehen, die im Gebet "von der Sünde beschrieben werden, und zu verstehen, dass dieses Gebet nur für ihn und nicht für die Anderen verfasst ist. Und ohne das Licht [des Shabbattages] fühlt man dies nicht, und daher bezeichnet man [den Sabbat vor Jom Kippur] als "Schabbat Tschuwa"- Shabbat- Rückkehr, Reue, Antwort. Denn der Shabbat hilft der Reue- damit man die Sünde fühlen kann, und sie müssen die Sünde zugeben, und dann kann man Vergebung erbitten.

Wenn man aber "von der Sünde" spricht und nicht fühlt, dass man gesündigt hat - was ist das für eine Beichte?! Denn in seinem Herzen sagt er, dass er nicht gesündigt hat. Und was man mit den Lippen spricht, und nicht aus seinem eigenen Inneren - solch ein Geständnis ist natürlich nichts wert!