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Die Bräuche Israels sind so wichtig, dass man sagen kann, dass sie mehr Spiritualität geben, als die Gebote selbst. Obwohl, wenn man gegen Bräuche verstößt, es darauf keine Strafe gibt, und wenn man gegen Gesetze verstößt, es darauf eine Strafe gibt, so gilt dennoch im Bezug auf die Nutzbringung, d.h. darauf, was Ehrfurcht vor dem Himmel (Gottesfurcht) bringt, dass die Bräuche mehr Spiritualität bringen. Denn die Großen, welche die Bräuche einführten, richteten ein, dass Spiritualität durch sie erleuchten würde. Daher ist im Bezug auf den Brauch, am Schabbat Fleisch und Fisch zu essen, gesagt, dass, wer sich davon fernhält, sich von der Spiritualität fernhält. Doch dies gilt im Bezug auf den Menschen, der immer noch nicht zur Vollkommenheit gelangte, also dazu, zu sehen was er tut, das heißt, dem immer noch nicht die Geschmäcker der Thora (wörtlich: Mitzwot-Gebote) zuteil wurden - er muss die Bräuche einhalten.
Um es in einem Gleichnis zu sagen, der Apfel verdirbt bevor er verfault, und wenn er verdorben ist, so ist die Fäulnis sicher. So auch, bevor der Mensch frei wird, stößt er sich an den Bräuchen. Und nach diesem „Sichstoßen“ wird er entweder selbst frei, oder werden seine Söhne frei.
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