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Shamati 184: Der Unterschied zwischen dem Glauben und dem Verstand PDF Drucken E-Mail

Der Glaube hat den Vorzug, dass er einen einen größeren Einfluss auf den Körper hat als der verstand, aus dem Grunde das er dem Körper näher steht. Denn der Glaube stellt den Aspekt von Malchut dar, und der Körper gehört zur Malchut. Daher hat er eine Wirkung auf ihn.

Der Verstand dagegen, der sich auf die drei ersten (Sefirot)  bezieht, kann nicht so sehr auf den Körper wirksam sein. Doch damit einher hat der Verstand den Vorzug, dass er als spirituell definiert wird, verglichen mit dem Wert des Glaubens, der sich auf den Körper bezieht. Und im Spirituellen gilt die Regel, dass es "keinen Mangel in der Spiritualität gibt", sowie "alle Einzelheiten versammeln sich zu einer großen Rechnung".

Der Glaube dagegen wird als Materielles definiert, genannt Aspekt der Trennung. Denn es gibt keinerlei Anhäufung im Materiellen. Sondern was vergangen ist, ist nicht da. D.h. was im Vergangenen war, fügt sich nicht an die Gegenwart und die Zukunft an. Daher gilt auch hinsichts des Glaubens als eine Sache, dass er auf ihn zum Zeitpunkt der Handlung hundertprozentig wirkt - verglichen zu dem, wie der Verstand wirkt, doch er wirkt nur zur bestimmten Zeit. Der Verstand dagegen wirkt zwar nur zu einem Prozent, doch dieses eine Prozent bleibt beständig und existent. Deswegen sammelt er sich nach einer hundertmaligen [Anwendung] zum gleichen Maß [an Wirkung] an, wie es der Glaube in einer einzigen [Anwendung] erzielen konnte. Wenn man jedoch hundert Mal im Aspekt des Glaubens arbeitet, wird man im gleichen Zustand verbleiben. Im Aspekt des Verstandes dagegen wird das Resultat bei ihm beständig und existent verbleiben.

Wenn man zum Beispiel irgendeine intellektuelle Dinge lernt, sogar wenn man sie vergisst, bleiben doch die Aufzeichnungen im Verstand. Je öfter man sich also intellektuell betätigt, desto größere Entwicklung macht der Verstand durch. In materiellen Dingen dagegen, die sich in Ort und Zeit hinziehen, wo niemals der Osten zum Westen hinzukommen wird, wird auch niemals die vergangene Stunde zur jetzigen hinzukommen. Doch im Spirituellen kann alles zur gleichen Zeit stattfinden.