| Shamati 54: Zweck der Arbeit |
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Bekannterweise ist es das Wichtigste, dem Schöpfer Genuss zu bereiten (leHaschpaa Nachat Ruach). Doch der Mensch muss den Sinn des Gebens kennen, wie er üblicherweise benutzt wird, und es ist bekannt, dass die Gewohnheit den Geschmack abträgt. Deswegen müssen wir die Bedeutung des Wortes "Geben" gründlich klären. Die Sache liegt so, dass auch der Wille zu empfangen dem Willen zu geben des Unteren innewohnt (wobei jedoch der Wille zu empfangen mit Korrekturen eingesetzt werden darf), anderenfalls gibt es keine Verbindung zwischen dem Geber und dem Empfänger. Das hat zum Grund, dass es unmöglich ist, dass Einer geben wird und der Andere nichts zurück geben wird und es dabei einen Zustand von Partnerschaft geben wird. Nur wenn sie beide einander gegenüber Liebe zeigen, gibt es eine Verbindung und Kameradschaft zwischen ihnen.Doch wenn einer Liebe zeigt und der Andere keine Antwort darauf zeigt, so ist solch eine Liebe nicht wirklich und hat kein Existenzrecht. Unsere Weisen sagten über den Vers: "Und spreche zu Zion: Du bist mein Volk"[1], sage nicht "Ami" (mein Volk), sondern sage "Imi" (mit mir)[2], "um Mein Partner zu sein"[3] , d. h., die Geschöpfe sind in Partnerschaft mit dem Schöpfer. Es folgt, dass wenn der Untere dem Schöpfer geben möchte, auch der Untere vom Schöpfer empfangen soll. Das wird Partnerschaft genannt, wenn der Untere gibt und der Höhere ebenfalls gibt. Wie dem auch sei, soll sich der Wille zu empfangen danach sehnen, zu Ihm aufzusteigen und Seine Fülle, Unterhalt und Güte zu empfangen - und das war der Zweck der Schöpfung, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Jedoch fiel der Wille zu empfangen wegen des Zerbrechens, das in der Welt Nekudim stattfand, in die Vorherrschaft der Klipot (Hüllen), wodurch zwei Einsichten im Kli entstanden. Die erste besteht darin, dass es eine Herangehensweise an getrennte Genüsse entwickelte, und die Arbeit des Herauskommens aus der Herrschaft der Klipot wird "Arbeit der Reinigung" genannt. Die zweite Einsicht, zu welcher es wegen des Zerbrechens kam, ist die Trennung von spirituellen Genüssen. Mit anderen Worten wird der Mensch der Spiritualität fern und hat kein Verlangen nach Spiritualität. Die Korrektur dafür wird "Kdusha" (Heiligkeit) genannt, wobei der Ablauf der Arbeit darin besteht, sich nach Seiner Größe zu sehnen. In diesem Zustand scheint der Schöpfer dem Menschen in diesen Gefäßen. Wir müssen jedoch wissen, dass soweit wie der Mensch Kelim der Reinheit hat, genannt "Böses hassen", der Mensch in der Kdusha arbeiten kann, wie es geschrieben steht: "Die ihr den Herrn liebt, hasset das Böse." Es folgt, dass es zwei Einsichten gibt: Die erste ist Reinheit und die zweite ist Kdusha. Kdusha wird "das Kli" genannt, weil sie die Vorbereiitung darauf ist, Seine Güte zu empfangen, indem man Seinen Geschöpfen Gutes tut. Das Kli wird allerdings dem Unteren zugeschrieben, d. h., es liegt an uns, es zu korrigieren. Mit anderen Worten liegt es an uns, uns nach dem Guten zu sehnen, und das bedeutet, sich umfangreich mit Seiner Größe und der eigenen Niedertracht zu befassen. Doch die Fülle, welche im Kli von Kdusha erscheinen soll, liegt in den Händen des Schöpfers; Er ist Derjenige, der dem Unteren Überfluss gewährt. Der Untere kann darin nichts ausrichten, wie dies genannt wird: "Die geheimen Dinge gehören dem Herrn unserem Gott." Der Schöpfungsgedanke, genannt "Seinen Geschöpfen Gutes zu tun", beginnt von Ejn Sof (Unendlichkeit). Aus diesem Grunde beten wir zu Ejn Sof, also zu jener Verbindung, die zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen existiert. Das ist die Bedeutung von dem, was in den Schriften von Ari geschrieben steht, dass wir zu Ejn Sof beten sollen. Das ist, weil Er Selbst keine Verbindung zu den Geschöpfen hat, da der Beginn einer Verbindung in Ejn Sof seinen Anfang nimmt, wo Sein Name ist, welcher die Wurzel der Schöpfung ist. Das ist die Bedeutung von dem, was im Jeruschalmi[4] geschrieben steht, dass derjenige, der betet, in Seinem Namen beten wird, also wo es Seinen Namen gibt, und Sein Name und Ejn Sof werden in den Worten der Haggada (Erzählung) "Ein Turm gefüllt mit allem Guten" genannt. Aus diesem Grund beten wir zu dem Namen, um den Nutzen zu erhalten, der für uns vor der Zeit bereitet wurde. Deswegen wird Keter genannt: "Sein Wunsch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun", und der Nutzen selbst wird Chochma genannt (Weisheit), welche die Essenz der Fülle ist. Daher wird Keter "Ejn Sof" und "Emanierender" genannt, doch Chochma wird noch nicht "Emanation" genannt, da es in Chochma noch kein Kli gibt, und das gilt als Licht ohne Kli. Daher wird auch Chochma als Emanierender kategorisiert, da es im Licht ohne Kli keine Erkenntnis gibt, und der ganze Unterschied zwischen Keter und Chochma besteht darin, dass dort die Wurzel der Emanation offener steht. [1] Jesaja 51 [2] Beide Wörter bestehen im Hebräischen aus den gleichen Buchstaben und wenn sie ohne Punktation geschrieben sind, wie in der Bibel, sehen sie gleich aus. [3] Sohar Bereshit S. 5 [4] Ein Abschnitt aus dem Talmud
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