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Es steht geschrieben: Und ihr sollt euch am ersten Tage eine Frucht nehmen vom prächtigen Baum, Palmenzweige und einen Zweig vom Baume der Väter und Bachweiden[1]. Und hier muss man den Ausdruck Frucht des prächtigen Baumes deuten: Baum bedeutet ein Gerechter, genannt Baum auf dem Feld. Früchte sind die Nachkommen des Baumes, also die Nachkommen der Gerechten, und das sind gute Taten. Diese müssen die Pracht seines Baumes sein, von Jahr zu Jahr, also das ganze Jahr über, und das sind sechs Monate mit Balsam und Myrrhe und sechs Monate mit guter Spezerei[2], und für den Verstehenden reicht das Gesagte aus. Die Sünder dagegen sind wie Spreu, die der Wind verstreut[3]. Und Palmenzweige, also zwei Zweige, meint im verborgenen Sinne die zwei ה" (hebräischer Buchstabe Hej, Anm.Ü.), das erste ה" und das letzte ה", durch welche man eines goldenen Löffels, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk[4] würdig wird, wobei Kapot (Zweige) Kfia (Zwang) bedeuten, denn der Mensch empfängt das Joch des Himmlischen Königreichs durch Zwang, d.h. sogar wenn der Verstand nicht einwilligt, und er über dem Verstand handelt, und das heißt eine erzwungene Vereinigung.
Palmen (Tmarim) kommt von Mora, Sorge, und das ist der Aspekt von Ehrfurcht (Das gehört in die Kategorie, dass Gott machte, dass man sich vor Ihm fürchtet), und deswegen heißen sie Lulav (Palmenzweig). Das heißt, ihr Zweck ist es [darauf hinzuweisen], dass der Mensch zweier Herzen würdig wird, und das wird lo lev (kein Herz) genannt, was bedeutet, dass das Herz nicht auf den Schöpfer ausgerichtet war und es nicht für den Aspekt sein, was das Herz des Schöpfers meint, würdig ist und das ist der Lulav. Und genauso muss der Mensch sagen, wann werden sich meine Taten zu den Taten meiner Väter hinzufügen (bzw. an sie herankommen, Anm.Ü.), wodurch man dessen würdig wird, ein Zweig der heiligen Väter zu sein. Das ist die verborgene Bedeutung von einen Zweig vom Baume der Väter, und das sind drei [Zweige der] Myrte. Mit diesen im Bunde muss es auch Bachweiden geben, die weder Geschmack noch Geruch haben. Das heißt, der Mensch muss sich über diese Arbeit freuen, obwohl er weder Geschmack noch Geruch an ihr spürt. Und dann heißt seine Arbeit Buchstaben Deines besonderen Namens, und dadurch wird man der Vereinigung mit dem Allmächtigen würdig, in ganzer Vollkommenheit.
[1] 3. Buch Moses, 23:40 [2] Ester, 2:12 [3] Psalmen, 1:4 [4] 4. Buch Moses, 7:62
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