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Ich hörte im Sivan 17, 2. Juni 1931
"Die ihr den Ewigen liebet, hasset das Böse. Der Ewige bewahrt die Seelen seiner Frommen, aus der Hand der Bösewichte errettet er sie" (Psalm 97,10).
Die Interpretation dessen ist, dass es für den Menschen nicht ausreicht, den Schöpfer zu lieben, sondern er muss auch das Böse hassen. Dies bezieht sich auch auf den Willen zu empfangen, der als das Böse bezeichnet wird. Der Mensch sieht, dass er kein Mittel besitzt, das Böse loszuwerden, und gleichzeitig will er sich mit dieser Situation nicht zufriedengeben.
Er fühlt die Verluste, die das Böse ihm einbringt, und sieht auch die Wahrheit: Der Mensch ist allein nicht in der Lage, das Böse zu annullieren, weil es eine natürliche Kraft von Seiten des Schöpfers ist, welcher den Willen zu empfangen im Menschen einprägte. Daher verkündigt uns dieses Zitat, was der Mensch in der Lage ist zu tun - das Böse zu hassen.
Dadurch wird der Schöpfer ihn vor diesem Bösen bewahren, wie es geschrieben steht: "Er bewahrt die Seelen seiner Frommen." Worin besteht aber der Schutz? "Aus der Hand der Bösewichte errettet er sie." Und dann hat der Mensch bereits Erfolg erzielt, denn er hat einen gewissen Kontakt zum Schöpfer. Auch wenn dieser Kontakt sehr klein ist, so ist er trotzdem ein erfolgreicher Mensch.
Tatsächlich führt das Böse seine Existenz fort und dient als Aspekt von Achoraim (der Hinterseite) des Parzufs zur Korrektur des Menschen. Indem der Mensch das Böse bedingungslos hasst, korrigiert er das Böse im Aspekt von Achoraim. Der Hass resultiert daraus, dass wenn der Mensch der Verschmelzung mit dem Schöpfer würdig werden will, er dem Brauch folgt, der unter Freunden und Kameraden üblich ist. Mit anderen Worten: Wenn zwei Menschen sich bewusst werden, dass jeder von ihnen das Gleiche hasst und das Gleiche liebt, dann gelangen sie zu einer ständigen Verbindung, wie es geschrieben steht: "Ein Pfahl, der niemals wanken wird."
Da der Schöpfer zu geben liebt, müssen auch die Geschöpfe sich damit anfreunden, nur das Geben zu wünschen. Und außerdem ist es dem Schöpfer verhasst, der Empfänger zu sein, denn Er ist absolut vollkommen und fühlt keinen Mangel - und auch der Mensch muss das Empfangen "für sich" hassen.
Aus allem oben Gesagten folgt, dass der Mensch den Willen zu empfangen absolut hassen muss; denn alle Zerstörungen in der Welt resultieren nur aus dem Willen zu empfangen. Mittels des Hasses korrigiert er ihn und beugt sich der Heiligkeit.
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