| Shamati 35: Zur Frage nach der Lebenskraft der Kdusha (Heiligkeit) |
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Die Schrift sagt: Da [ist] das Meer, groß und geräumig nach jeglicher Seite; dort ein Gewimmel, unzählig, von kleinen und großen Tieren.[1] Das sollte man deuten:
Und das, weil es eine Regel gibt: Vom Himmel gab man ein Geschenk, doch gewogen hat man es nicht (alles, was man vom Himmel gibt, bekommt man nicht zurück; vom Himmel, doch es bleibt unten). Wenn der Mensch daher etwas von Oben herangezogen und danach verletzt hat, so bleibt das bereits unten, doch nicht beim Menschen, sondern es fällt in das Meer von Sitra Achra. Wenn der Mensch also irgendein Leuchten herangezogen hat und nicht in der Lage ist, es ständig zu halten, weil seine Gefäße noch nicht rein sind, um dem Licht zu entsprechen, also dass der Mensch es nach Beispiel des Lichts, welches vonseiten des Gebenden kommt, in Gefäße des Gebens empfangen würde. Daher muss dieses Leuchten unbedingt von ihm weichen; und dann gerät dieses Leuchten in die Hände von Sitra Achra, und so mehrmals, d. h., der Mensch zieht heran, und dann weicht es von ihm; und daher nehmen die Leuchten im Meer von Sitra Achra zu. Und so bis das Fass voll wird, also nachdem der Mensch das ganze Maß der Bemühungen enthüllt, welches er zu enthüllen in der Lage ist - dann gibt ihm Sitra Achra alles zurück, was sie auf heimliche Weise in ihren Besitz gebracht hat: Die Güter, die er verschlungen hat, muss er wieder ausspeien.[2] Dementsprechend folgt, dass alles, was Sitra Achra in ihren Besitz brachte, nur als Investition war, also für die Zeit, in der sie Macht über den Menschen hat; und die ganze Macht, die sie hat, ist damit der Mensch die Möglichkeit hat, seine Gefäße des Empfangens zu klären und sie in die Heiligkeit hineinzuführen. Das bedeutet, dass wenn sie den Menschen nicht beherrschen würde, der Mensch sich mit Wenigem zufrieden geben würde, und dann würden alle Gefäße des Empfangens des Menschen in Trennung (vom Schöpfer) verbleiben. Und der Mensch würde niemals in der Lage sein, die Gefäße zu versammeln, die zur Wurzel seiner Seele gehören, und sie in die Heiligkeit hineinzuführen, und das Licht anzuziehen, welches zu ihm gehört. Daher besteht die Korrektur darin, dass jedes Mal, wenn er heranzieht, er etwas heranzieht und anschließend einen Fall erlebt - und dann muss er wieder von Neuem anfangen, was neue Aufklärungen bedeutet. Und was er in der Vergangenheit hatte, fiel in die Sitra Achra, und sie hält das in ihrem Besitz in Form von einer Investition, d. h., danach bekommt der Mensch von ihr alles, was sie in all dieser Zeit von ihm bekam, zurück. Doch man sollte auch wissen, dass wenn es in der Kraft des Menschen liegen würde, irgendein Leuchten festzuhalten, und sei es auch ein kleines, doch wenn das stetig wäre - dann würde der Mensch bereits als ganz gelten, also er könnte mit diesem Leuchten vorwärts schreiten. Daher, wenn dem Menschen ein Leuchten verloren ging, dann muss es ihm leid tun. Und das gleicht einem Menschen, der ein Korn in die Erde pflanzte, damit ein großer Baum daraus wird, doch das Korn sofort aus der Erde nahm. Wenn dem so ist, was ist dann der Nutzen an der Arbeit, davon, dass er das Korn in die Erde legte? Und mehr als das, wir können sagen, dass er gerade kein Korn aus der Erde nahm und es zum Verderben brachte, sondern dass er einen Baum mit gereiften Früchten aus der Erde zog und ihn zum Verderben brachte. Und hier geht es darum, dass wenn er dieses kleine Leuchten nicht verlieren würde, daraus ein großes Licht erwachsen würde; folglich verlor er gerade kein kleines Leuchten, sondern es ist so, als würde ihm ein sehr großes Licht verloren gehen. Und man soll wissen, dass die Regel so ist: Der Mensch kann nicht ohne Lebenskraft und Genuss leben, weil sich das aus der Wurzel der Schöpfung zieht, die Sein Wunsch ist, Seinen Geschöpfen Gutes zu bringen. Daher kann jegliches Geschöpf nicht ohne Lebenskraft und Genuss existieren. Und daher ist jedes Geschöpf verpflichtet, los zu gehen und nach einem Ort zu suchen, aus dem es Freude und Genuss beziehen kann. Doch der Empfang des Genusses wird in drei Zeiträumen geführt: in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Doch der hauptsächliche Empfang des Genusses findet in der Gegenwart statt. Und wir sehen zwar, dass der Mensch auch an der Vergangenheit und der Zukunft Freude hat, doch es ist gerade aus dem Grunde, dass Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart leuchten. Daher, wenn der Mensch keine Empfindung von Genuss im Gegenwärtigen fand, dann bezieht der Mensch Lebenskraft aus der Vergangenheit, und er kann anderen von vergangenen Zeiten erzählen, wie gut es ihm damals ging, und daraus Lebenskraft in der Gegenwart schöpfen. Oder er stellt sich vor, dass er hofft, dass es ihm in Zukunft gut gehen wird. Doch die Bewertung der Empfindung des Genusses an Vergangenheit und Zukunft hängt davon ab, wie sehr sie ihm in der Gegenwart leuchten. Und man sollte wissen, dass das sowohl materiellen als auch spirituellen Genüssen eigen ist. Und wie wir sehen ist selbst zu der Zeit, wenn der Mensch im Materiellen arbeitet, die Reihenfolge so, dass es ihm während der Arbeit schade ist, dass er selbst arbeitet, aber alles, was er in der Arbeit anziehen kann, nur kraft der Tatsache ist, dass die Zukunft ihm leuchtet, [und ihm verspricht], dass er Belohnung für seine Arbeit bekommen wird; und das leuchtet ihm in der Gegenwart.Deswegen ist er in der Lage, die Arbeit fortzusetzen. Wenn er dagegen nicht in der Lage ist, sich die Belohnung vorzustellen, die er in Zukunft erhalten wird, so sollte der Mensch den Genuss am Zukünftigen nicht aus der Belohnung beziehen, die er in der Zukunft für seine Arbeit erhalten wird, d. h. nicht die Belohnung wird er genießen, sondern, dass er keine Leiden an der Arbeit haben wird - daher genießt er jetzt in der Gegenwart, was in der Zukunft sein wird. Die Zukunft leuchtet ihm in der Gegenwart dadurch, dass die Arbeit bald zu Ende sein wird, also die Zeit, im Laufe welcher man arbeiten muss, und er Ruhe bekommen wird. Es leuchtet ihm also folglich in jedem Fall der Genuss der Ruhe, die er am Ende erhalten wird, was bedeutet, dass sein Gewinn davon sein wird, dass er keine Leiden haben wird, die er jetzt an der Arbeit empfindet, und das gibt ihm Kraft, um jetzt arbeiten zu können. Und wenn der Mensch nicht in der Lage ist, sich vorzustellen, dass er bald von den Leiden entledigt wird, die er jetzt erduldet, dann würde der Mensch verzweifelt und traurig werden, bis hin zu dem, dass dieser Zustand den Menschen dazu bringen könnte, sich das Leben zu nehmen. Und aufgrund des oben Gesagten sagten die Weisen: Derjenige, der sich das Leben nimmt, hat keinen Anteil an der zukünftigen Welt, denn er verneint die Lenkung, mit welcher der Schöpfer die Welt im Stadium des Guten und Gutes tuenden führt. Der Mensch muss aber glauben, dass diese Zustände zu ihm kraft dessen kommen, was man von Oben wünscht, damit ihm das Korrektur bringt. Das heißt damit er Reshimot von diesen Zuständen erhalten würde, damit er den Weg der Welt mit größerer Signifikanz und größerer Kraft verstehen kann. Und diese Zustände werden als die Kategorie der Umkehrseite bezeichnet, und zu der Zeit, wenn er diese Zustände überwindet, wird er des Stadiums von liShma gewürdigt werden, d. h., das Licht wird ins Innere dieser Umkehrseite leuchten. Und gemäß der Regel, dass der Mensch nicht leben kann, wenn er keinen Ort hat, wo er Freude und Genuss erhalten kann, folgt, dass zu der Zeit, wenn der Mensch nicht in der Lage ist, vom Stadium der Gegenwart zu empfangen, er verpflichtet ist, in jedem Fall Lebenskraft zu beziehen, ob von der Vergangenheit oder von der Zukunft. Das heißt, der Körper sucht sich Lebenskraft mit allen Mitteln, die er zu seiner Verfügung hat. Und dann, wenn der Mensch nicht damit einverstanden ist, Lebenskraft von materiellen Dingen zu erhalten, hat der Körper keine Wahl, und er muss einwilligen, Lebenskraft von spirituellen Dingen zu bekommen, weil ihm nichts anderes zu tun bleibt. Deswegen ist er verpflichtet, sich bereit zu erklären, Freude und Genuss aus Gefäßen des Gebens zu schöpfen, wie oben gesagt wurde, weil es unmöglich ist, ohne Lebenskraft zu leben. Und dementsprechend folgt, dass solange der Mensch daran gewöhnt ist, Tora und die Gebote in loliShma auszuführen, also Entlohnung für seine Arbeit zu bekommen, er tatsächlich die Möglichkeit hat, sich vorzustellen, dass er später irgendeine Entlohnung bekommen wird, und schon kann er dadurch arbeiten, dass er später Freude und Genuss bekommen wird. Andererseits, wenn der Mensch nicht dafür arbeitet, um Belohnung zu erhalten, sondern ohne jegliche Entlohnung arbeiten möchte - wie kann er sich vorstellen, was bei ihm später sein wird, wovon soll er Lebenskraft erhalten? Denn er kann sich kein Bild machen - er hat nichts, worauf er das könnte. Daher gibt es in loliShma keine zwingende Notwendigkeit, aus welcher man ihm von Oben Lebenskraft geben sollte, denn er hat Lebenskraft vom Bild der Zukunft, und von Oben gibt man nicht Überflüssiges, sondern Notwendiges. Wenn daher der Mensch arbeiten möchte, aber zugunsten des Schöpfers, und er keineswegs akzeptieren will, Lebenskraft für andere Varianten zu nehmen, dann gibt es keinen anderen Rat, und von Oben ist man gezwungen, ihm Lebenskraft zu geben, damit er sein Leben fortsetzen kann, und dann erhält er Lebenskraft aus dem Stadium des Gebäudes der Heiligen Shechina (Göttlichen Anwesenheit). Und das, wie die Weisen sagten: Jeder, der mit der Gesellschaft bekümmert ist, verdient und sieht den Trost der Gesellschaft. Denn als Gesellschaft wird die Heilige Shechina bezeichnet, da Gesellschaft Versammlung bedeutet, also die Versammlung Israels, und Malchut ist die Gesamtheit aller Seelen. Und da der Mensch keinerlei Belohnung für den eigenen Nutzen will, sondern zugunsten des Schöpfers arbeiten möchte, was heißt, die Shechina aus dem Staub wiederherzustellen, damit sie nicht so erniedrigt ist, also wenn man nicht zugunsten des Schöpfers arbeiten möchte. Und alles, was der Mensch sieht, ist, dass daraus sein eigener Nutzen erwachsen wird, und dann gibt es Brennstoff für die Arbeit; und in dem, was den Nutzen des Schöpfers angeht, sieht der Mensch nicht, dass er irgendeine Belohnung erhalten wird, und dann lehnt sich der Körper gegen diese Arbeit auf, weil er an dieser Arbeit Geschmack von Staub verspürt. Und dieser Mensch will tatsächlich zugunsten des Schöpfers arbeiten, nur lehnt sich der Körper dagegen auf, und er fleht den Schöpfer an, Er möge ihm Kraft geben, um dennoch arbeiten zu können, um die Shechina aus dem Staub wiederherzustellen, und daher wird er des Stadiums des Antlitzes des Schöpfers (Panim) gewürdigt, der sich ihm enthüllt, und die Verhüllung weicht von ihm. [1] Psalmen 104,25 [1] Hiob 20,15
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