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Shamati 37: Ein Artikel für Purim PDF Drucken E-Mail

Ich hörte im Jahre 1948

Wir müssen in der Megilla[1] einige Feinheiten verstehen:

1. Es steht geschrieben: „Nach diesen Begebenheiten machte der König Achaschwerosch Haman groß.“[2]Wir müssen verstehen, was „Nach diesen Begebenheiten“ ist, was bedeutet, nachdem Mordechai den König gerettet hatte, erscheint es vernünftig, dass der König Mordechai hätte befördern sollen. Aber wie heißt es? Dass Er Haman groß machte.

2. Als Esther dem König sagte: „Denn wir sind verkauft worden, ich und mein Volk“[3], fragte der König: „Wer ist das, und wo ist er?“[4] Das bedeutet, dass der König nichts davon wusste, obgleich es ausdrücklich heißt, dass der König zu Haman sprach: „Das Silber ist dir geschenkt, und dazu das Volk, mit ihm zu verfahren, wie es gut ist in deinen Augen.“[5] Somit sehen wir, dass der König vom Verkauf wusste.

3. Über „… zu tun nach dem Willen eines Jeglichen [Mannes]“[6] sagten unsere Weisen[7]: „Rabba sagte: ‚zu tun entsprechend dem Willen sowohl von Mordechai als auch von Haman.‘“ Es ist bekannt, dass, wenn nur vom „König“ die Rede ist, sich dies auf den König der Welt bezieht. Wie kann es daher sein, dass der Schöpfer entsprechend dem Willen eines Bösen handeln möchte?

4. Es steht geschrieben: „Mordechai wusste alles, was geschah.“[8] Das bedeutet, dass nur Mordechai wusste, denn zuvor heißt es: „und die Stadt Schuschan war verstört.“[9] Folglich wusste die ganze Stadt Schuschan davon.

5. Es steht geschrieben: „denn eine Schrift, geschrieben im Namen des Königs, und mit dem Siegelringe des Königs besiegelt, darf kein Mensch widerrufen.“[10] Wie gab er also anschließend die zweiten Briefe heraus, welche die ersten Briefe letztendlich aufhoben?

6. Was bedeutet es, dass unsere Weisen sagten: „An Purim muss man so viel zechen, bis man ‚verflucht sei Haman‘ und ‚gepriesen sei Mordechai‘ nicht mehr zu unterscheiden vermag.“[11]?

7. Was bedeutet es, dass unsere Weisen über den Vers „Und das Trinken geschah nach dem Gesetz“[12] sagten: Was bedeutet„nach dem Gesetz“? Rabbi Hanan sagte im Namen von Rabbi Meir: „Nach dem Gesetz der Tora.“ Wie lautet das Gesetz der Tora? Mehr essen als trinken.

Um das Obengenannte zu verstehen, müssen wir zuerst die Angelegenheit von Haman und Mordechai verstehen. Unsere Weisen sagten über den Vers: „entsprechend dem Willen eines jeden Mannes“, was Haman und Mordechai bedeutet. Wir sollten dies so darlegen, dass der Wunsch Mordechais „die Regel der Tora“ genannt wird, welche mehr essen als trinken ist, und Hamans Wunsch das Gegenteil ist, mehr trinken als essen.

Wir fragten: „Wie kann es sein, dass Er ein Mahl gemäß des Willens eines Frevlers bereitet?“ Die Antwort dazu steht daneben geschrieben: „keiner übte Zwang aus“[13] Das bedeutet, dass das Trinken nicht zwingend war, und dies ist die Bedeutung von „keiner übte Zwang aus“.

Es ist so, wie unsere Weisen über den Vers „und Moses verbarg sein Antlitz, denn er scheute sich, zu Gott aufzuschauen.“[14] sagten. Sie sagten, dass als Dank für „Und Moses verbarg sein Gesicht“, wurde er mit „er wird  das Abbild des Ewigen schauen“[15] belohnt. Das bedeutet, dass gerade weil er das nicht brauchte (was bedeutet, er konnte einen Massach (Schirm) darüber errichten), wurde ihm infolgedessen erlaubt zu empfangen. Es steht außerdem geschrieben: „Ich leiste Beistand dem Helden.“[16] Das heißt, demjenigen, der heldenhaft ist und auf Seinen Wegen wandeln kann, hilft der Schöpfer.

Es steht geschrieben: „Und das Trinken geschah nach Gesetz.“[17] Was bedeutet „nach Gesetz“? Weil „keiner übte Zwang aus“. Das bedeutet, dass er das Trinken nicht brauchte, doch sobald sie anfingen zu trinken, fielen sie in dessen Bann. Dies lässt darauf schließen, dass sie mit dem Trinken verbunden waren, was bedeutet, dass sie das Trinken brauchten. Andernfalls könnten sie nicht vorankommen.

Dies heißt „Zwang“, und bedeutet, dass sie die Methode Mordechais auslöschten. Dies ist auch die Bedeutung dessen, was unsere Weisen sagten, dass diese Generation dazu verurteilt war, zugrunde zu gehen, da sie die Mahlzeit eines Frevlers genossen.

Mit anderen Worten, hätten sie das Trinken in Form von „keiner übte Zwang aus“ empfangen, hätten sie Mordechais Wunsch nicht ausgelöscht, und dies ist die Methode Israels. Jedoch, danach, als sie das Getränk in Form von „Zwang“ nahmen, folgte daraus, dass sie selbst das Gesetz der Tora zum Tode verurteilten, was die Eigenschaft Israels ist.

Dies ist die Bedeutung von mehr essen als trinken. Die Sache des Trinkens bezieht sich auf das Offenbaren von Chochma (Weisheit), genannt „Wissen“. Essen, andererseits, wird als Or de Chassadim (Licht der Gnade) bezeichnet, was Glaube ist.

Dies ist die Bedeutung von Bigtana und Teresch, die Hand anzulegen begehrten, an den König der Welt. „Und die Sache wurde kund dem Mordechai … ….die Sache wurde untersucht und für derart befunden.“[18] Diese Sache des Bittens geschah nicht auf einmal; und Mordechai erlangte es nicht auf leichte Weise, sondern nach großen Mühen wurde die Sache dieses Makels ihm offenbart. Sobald ihm dies klar enthüllt wurde, „wurden beide gehängt[19]“, das heißt, nach der Empfindung des darin enthaltenen Makels, wurden sie erhängt, was bedeutet, sie entfernten diese Handlungen und Verlangen aus der Welt.

„Nach diesen Dingen“, das heißt, nach all der harten Arbeit und Anstrengung, die Mordechai aufgrund der Klärung geleistet hatte, wollte der König ihn für seine Anstrengung, nur LiShma (für Ihren Namen) und nicht für sich selbst zu arbeiten, belohnen. Da es die Regel gibt, dass der Niedere nichts ohne Bedarf empfangen kann, so wie es ohne Gefäß kein Licht gibt, und ein Gefäß ist ein Verlangen. Und da er für sich selbst nichts benötigt, wie kann ihm irgendetwas gegeben werden?

Hätte der König Mordechai gefragt, was er ihm für seine Mühen geben sollte, und da Mordechai ein Gerechter ist, dessen Arbeit nur darin liegt, zu geben, ohne jegliches Bedürfnis Stufen aufzusteigen, aber er gab sich mit wenig zufrieden, der König wollte das Licht der Weisheit geben, welches sich von der Linken Linie ausdehnt, und Mordechais Arbeit war nur von der Rechten Linie.

Was tat der König? Er beförderte Haman, was bedeutet, er gab der Linken Linie Wichtigkeit. Dies ist die Bedeutung von „und setzte seinen Stuhl über alle Minister[20]. Zusätzlich gab er ihm die Macht, was bedeutet, alle Sklaven des Königs knieten nieder und verneigten sich vor Haman, „denn so hatte es der König geboten[21], damit er die Herrschaft bekäme. Und jeder akzeptierte ihn.

Die Sache des Kniens ist die Anerkennung der Herrschaft, da sie  sie die Art von Haman bei der Arbeit mehr mochten, als der Art von Mordechai. Alle Juden in Schuschan akzeptierten die Herrschaft Hamans, denn es war schwer für sie, Mordechais Sichtweise zu verstehen. Schließlich verstand jeder, dass die Arbeit des Gehens auf der Linken Linie, Wissen genannt, leichter ist für das Wandeln auf den Pfaden des Schöpfers.

Es steht geschrieben, dass sie fragten: „Warum übertrittst du das Gebot des Königs?[22] Da sie erkannten, dass Mordechai auf seiner Meinung über das Wandeln auf dem Pfad des Glaubens beharrte, gelangten sie in einen Zustand der Verwirrung und wussten nicht, welche Seite die richtige war.

Sie gingen und fragten Haman, wer Recht hätte. Wie geschrieben steht: „sie sagten es Haman," um zu sehen, ob die Worte Mordechais standhalten würden; denn er hatte ihnen gesagt, daß er ein Jude sei.[23] Das bedeutet, dass der Weg des Juden‚ mehr essen als trinken‘ ist, was bedeutet, dass der Glaube die Grundlage bildet, und dies ist das ganze Fundament des Judentums.

Dies verwirrte Haman sehr. Warum sollte Mordechai mit ihm nicht einer Meinung sein? Demzufolge, wenn jeder den Weg von Mordechai sah, der behauptete, dass nur er den Pfad des Judentums beschreite, und jene, die einen anderen Pfad nehmen als Götzenanbeter betrachtet werden -  steht geschrieben: „Doch all das gilt mir nichts, in jedem Augenblick, da ich Mordechai, den Juden, im Tore des Königs sitzen sehe.“[24] Dies ist so, weil Mordechai behauptet, „das Tor zum König sei allein durch ihn, nicht von  Haman (sic).

Nun können wir verstehen, warum geschrieben steht: „Mordechai wusste [25]“, was bedeutet, dass es ausdrücklich Mordechai war, der  wusste. Aber es steht geschrieben: „und die Stadt Schuschan war verstört[26], was bedeutet, jeder wusste es.

Wir sollten dies so darlegen, dass die Stadt Schuschan verstört war und nicht wusste, wer Recht hatte. Doch Mordechai wusste: Eine Herrschaft Hamans, würde dies, Gott bewahre, die Vernichtung des gesamten Volkes Israel bedeuten. Mit anderen Worten, er würde, ganz Israel aus der Welt löschen, das heißt,  den Weg des Judentums des Volkes Israel,  dessen Arbeitsgrundlage der Glaube über dem Verstand ist, genannt „verhüllte Barmherzigkeit“, dem Schöpfer mit geschlossenen Augen zu folgen und immer über sich selbst zu sagen: „Augen haben sie, und sehen nicht“, denn Haman stützt sich vollständig auf die Linke Linie, Wissen genannt, was das Gegenteil von Glauben ist.

Dies ist die Bedeutung der Schiksale, die Haman zuteilte, wie es an Jom Kippur (Tag der Versöhnung) war, wie geschrieben steht: „ein Los für den Ewigen und ein Los für Asasel.“[27] Das Los für den Ewigen bedeutet die Eigenschaft von „rechts“, Chassadim (Barmherzigkeit) „essen“ genannt, was Glaube ist. Ein Los für Asasel ist die Linke Linie, im Grunde „zu Nichts gut“, und die ganze Sitra Achra (die andere Seite) geht hieraus hervor.

Demzufolge dehnt sich eine Blockierung auf die Lichter von der Linken Linie aus, da einzig die Linke Linie die Lichter einfriert. Dies ist die Bedeutung von „liess Pur fallen, das heißt, das Schicksal[28], was bedeutet, es erklärt, was es fallen ließ. Es heißt „Pur“, welches Pe Or betrifft (ein Mund aus Licht, ausgesprochen Pe Or).

 

(noch unvollständige Übersetzung, wird gerade bearbeitet – Anm. Ü.)

 

[1] Megillat Esther (Esther Rolle), gemäß Das Buch Esther

[2] Megillat Esther 3,1

[3] Megillat Esther 7,4

[4] Megillat Esther 7,5

[5] Megillat Esther 3,11

[6] Megillat Esther 1,8

[7] Traktat Megilla 12a

[8] Megillat Esther 4,1

[9] Megillat Esther 3,15

[10] Megillat Esther 8,8

[11] Traktat Megilla 7b

[12] Megillat Esther 1,8

[13] Megillat Esther 1,8

[14] 2. Buch Moses 3,6

[15] 4. Buch Moses 12,8

[16] Psalmen 89,20

[17] Esther 1,8

[18] Esther 2,22-23

[19] Esther 2,23

[20] Esther 3,1

[21] Esther 3,2

[22] Esther 3,3

[23] Esther 3,4

[24] Ester 5,13

[25] Ester 4,1

[26] Ester 3,15

[27] 3. Mose 16,8

[28] Esther 3,7