Unterricht präsentiert auf dem amerikanischen Fernsehkanal, Shalom TV Anthony Kosinec
Hallo und herzlich willkommen zu Kabbala Enthüllt. Ich bin Toni Kosinec.
In diesem Unterricht werden wir das grundlegende Werkzeug der Erkenntnis in der Methode Kabbala kennen lernen. Wir werden etwas über den Aufbau eines ergänzenden Sinnesorgans lernen, einem 6. Sinn, der uns in die Lage versetzt, eine übergeordnete Wirklichkeit zu erfahren, welche wir „Spiritualität“ nennen. Es handelt sich um die Methode, wie wir in die spirituellen Welten eintreten können.
Lassen Sie uns kurz wiederholen, was wir in der letzten Lektion gelernt haben.
In der letzten Lektion betrachteten wir die Erschaffung des Geschöpfes in vier Phasen und wir sahen, dass die Schöpfung mit einem Gedanken begann – Der Gedanke des Schöpfers, der Gedanke der Schöpfung der darin besteht, ein Geschöpf zu erschaffen und dieses mit Genuss zu füllen. Und unmittelbar sehen wir die Reaktion der Schöpfung, die in dem Willen zu Empfangen besteht, welcher das Geschöpf ausmacht.
Der Wille zu empfangen nimmt das Licht war und empfindet nicht nur diesen direkten Genuss, sondern auch die Eigenschaft des Lichtes selbst, und weil es sich um den Willen zu empfangen handelt, möchte er jenen Genuss auch empfangen. Als Folge dieser Tatsache bildet sich eine neue Wahrnehmung, Phase oder Einsicht, im Rahmen derer er erkennt, dass der Genuss aus dem Geben stammt. Da der Wille zu empfangen nicht geben kann, kann er nur das Licht annehmen oder ablehnen.
Um dem Geben näher zu kommen, entscheidet er sich dafür, das Licht zurückzuweisen. Aus der sich so ergebenden Leere bildet sich eine neue Einsicht und er entdeckt, dass seine Existenz vom Empfang des Lichtes abhängt, dass er in dieser strengen Situation nicht existieren kann und er daher einen Teil des Lichtes annehmen muss. Aber er entscheidet sich, nur eine kleine Portion des Lichtes anzunehmen, denn er hatte das Gefühl, dass der Schöpfer, die kreative Kraft, das Empfangen von ihm erwartete. Daher akzeptiert er einen kleinen Teil mit dem Hintergedanken, dies nur zu tun, weil es der Wunsch des Schöpfers ist. An dieser Stelle, in dieser Wahrnehmung einer dualen Phase erkennt er, dass ein noch höherer Aspekt der Kraft, die ihn erschuf, darin besteht, ihn mit vollständigem Genuss zu füllen.
Und diese nächste Phase, diese 4. Phase, unterscheidet sich von den vorausgehenden an dieser Stelle – es ist keine Handlung durch den Schöpfer, sondern ein unabhängiges Verlangen. Aber dieser Wunsch ist kein Verlangen nach direktem Genuss des Lichtes. Es handelt sich um die Erkenntnis des Status des Schöpfers der nun gewünscht wird. Der Wille erkennt, dass er ein Empfänger ist und wie er sich hierdurch vom Schöpfer unterscheidet. Und anstatt den handelnden Teil der Schöpfung übernehmen zu wollen, sehnt er sich nun nach der Gleichheit der Form, die Erlangung der Eigenschaften des Schöpfers selbst, den denkenden Teil der Schöpfung.
Also finden wir das Geschöpf nun an dieser Stelle. Es hat eine Einschränkung hinsichtlich der Art und Weise vollzogen, wie es empfangen möchte. Es möchte nicht länger für sich selbst empfangen. Es hat bestimmt, dass es Eigenschaften erlangen möchte, die vollständig seiner Natur widersprechen.
Es wurde als Wille zu empfangen erschaffen, und nun entscheidet es, dass es einen Weg finden möchte, der gegenteiligen Eigenschaft ähnlich zu werden, der Qualität des Gebens.
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Während es dies tut, wenn es einen solchen Weg finden kann, dann fängt es an, eine Art System für sich selbst zu bilden, ein System der Wechselbeziehungen über sich verändernde Stufen der Proportionen zwischen dem Willen zu empfangen und dem Willen zu schenken. Es fängt an zu wachsen, da es nach immer größerer Ähnlichkeit der Form strebt, und es gleicht sch immer mehr der Sache an, die es erreichen möchte. Es wächst durch ein System, welches Welten genannt wird und diese Welten stellen eine Art Wechselwirkung dar, welche für eine Korrektur des Geschöpfes angelegt sind und für die Welt als ganzes.
Während es aufsteigt erlangt es die inneren Qualitäten dieser Welten, welche Stufen der “Seele” oder des „Lichts“ genannt werden. Es handelt sich um Nefesh, Ruach, Neshama, Haya und Yechida, bis das Geschöpf immer größere Übereinstimmung, Weisheit und Fähigkeit erreicht, und schließlich eine vollständige Übereinstimmung mit der Form des Schöpfers selbst. Aber es hat ein Problem, weil es in genau gegenteiliger Art erschaffen wurde; es ist lediglich ein Wille zu empfangen. Das ist es, was das Geschöpf ist, das ist es, was wir sind. Wie kann es also möglicher Weise etwas seiner Natur Entgegengesetztes werden? Selbst wenn es nun weiß, worin der Zweck der Schöpfung liegt, und welche Rolle es dabei spielen soll, kommt es sich erstarrt vor. Es gibt nichts, was es tun könnte, denn es wurde ja vollkommen erschaffen und kann nur das Werkzeug des Empfangens nutzen und daher muss es die Ausdehnung seiner egoistischen Qualitäten und der des Empfangens verwenden und irgend einen Weg finden, diese in ein Geben umzuwandeln.
Zuvor lernten wir bereits, dass unsere 5 Sinne auf eine Weise programmiert sind, dass sie uns davor schützen, irgend etwas über die Höhere Welt wahrzunehmen und um das Ziel zu erreichen, welches das Geschöpf nun verfolgt. Was wir erkennen sollten ist, dass das innerhalb der 5 Sinne existierende Programm, welches wir „Egoismus“ nennen, eigentlich eine Absicht darstellt, einen Gedanken, es handelt sich um ein Programm welches ausdrückt: „ was springt für mich dabei heraus?“. Daher spielt es keine Rolle, um welchen Input dieser 5 Sinne es sich handelt, es können die Dinge nur in Beziehung zum Willen zu empfangen wahrgenommen werden, während die übergreifende Qualität Altruismus darstellt, reines Geben.
Daher ist auch Geben keine Handlung, es ist eine Absicht. Um in die Lage versetzt zu werden, dies zu empfinden – was keiner dieser Sinne vermag – müssen wir ein abweichendes Programm erzeugen, ein Wahrnehmungsorgan, das nach ähnlichen Regeln läuft wie jenes außerhalb des gegenwärtigen. Dieser 6. Sinn muss ein Sinn sein, welcher dieser Absicht entspricht. Und dies wird Schirm genannt. Bei dem Schirm handelt es sich um ein zusätzliches Wahrnehmungsorgan, welches uns in die Lage versetzt, die Gegebenheiten der Spirituellen Welt zu erfahren.
Das Wort “Kabbala” bedeutet Empfangen. Genauer gesagt bedeutet es „wie kann man empfangen“, also die richtige Art des Empfangens.
Die Methode Kabbala ist überaus praktisch. Sie zeigt uns präzise, wie wir unsere erschaffene Natur heranziehen können, welche aus dem Willen zu empfangen besteht, um sie in den richtigen Empfangsmodus zu verwandeln, ein transformierter, korrigierte Modus des Empfangens, der sich als Geben manifestiert.
Gegenwärtig erkennen wir, dass unsere Erfahrung sehr eingeschränkt ist, wenn wir innerhalb des Willens zu empfangen nehmen wollen. Der Wille zu empfangen kann nie gefüllt werden.
Nehmen wir an, es gäbe ein Verlangen, einen Wunsch nach einem Stück Kuchen, nach einer wunderbaren, hübschen Erdbeertorte, mit geschlagener Sahne und es gibt eine Notwendigkeit, eine Idee, einen Mangel daran. Sobald wir diesen Kuchen erhalten und er diesen Wunsch berührt, wird das Verlangen deaktiviert; wir können es nicht länger wahrnehmen. Es ist unbeständig. Es beginnt zu existieren und es stirbt.
Der Grund hierfür liegt darin, dass ein Verlangen nur im Übergang zwischen der Notwendigkeit und ihrer Füllung besteht. In dem Augenblick, da die Füllung sich jenseits der Notwendigkeit begibt, kann sie nicht mehr empfunden werden. Daher stirbt das Verlangen. Aber was die Kabbala uns lehren möchte ist, einen Weg zu finden, auf richtige Weise zu empfangen, und die besteht darin, dass selbst wenn etwas verlangt wird und dieses Verlangen gefüllt wird, diese Füllung nicht verschwindet, und dass Verlangen und Füllung sich ausdehnen. Und je mehr Verlangen in das Gefäßeintritt, desto größer die Erfüllung. Und dies kann nur geschehen, wenn wir ähnlich wie die duale Phase „Behina Gimel“ handeln, bei der das Empfangen nicht für mich selbst erfolgt, sondern nur dazu gedacht ist, den Gedanken der Schöpfung zu füllen. Es wird für den Schöpfer getan, womit dieses Empfangen ein form des Gebens wird.
Wie kann man das tun? Wie erreichen wir dies?
Baal HaSulam gibt uns seine Analogie, eine wunderbare und tief greifende Geschichte über unsere Situation und wie wir sie überwinden können. Tatsächlich ist deshalb tief greifend, weil sie uns unseren gegenwärtigen Standort zeigt, etwas, was wir nicht bemerken.
Da gibt es zwei Freunde und einer entscheidet, für seinen lieben Freund eine Mahlzeit zu bereiten und er denkt darüber nach, was alles sein Freund gerne möchte. Er denkt darüber nach, welche Speisen er möchte, welchen Wein er bevorzugt, die Menge der Speisen, deren Darbietung und wie das Drumherum aussehen sollte. Er denkt fortwährend an seinen Freund und bereitet das Gastmahl.
Sein Freund erscheint, tritt ein und sieht vor sich ein absolutes Festmahl. Seine erste Reaktion besteht darin, alles geradewegs zu verschlingen, denn es ist alles genau so, wie er es sich wünscht. Dann beschleicht ihn ein anderer Gedanke, welcher ihm sagt, dass sein Freund der Gastgeber der Gebende ist, während er lediglich darauf bedacht ist zu nehmen und er empfindet eine gewisse Scham, denn er erkennt den Geber vor sich.
Er sieht nicht einfach einen Tisch gedeckt mit feinen Dingen und niemand sonst ist anwesend; er sieht seinen Freund und er erkennt, dass sein Freund alles für ihn getan hat – und er ist nur da um sich zu bedienen. Von der Scham überwältigt lehnt er ab, etwas zu sich zu nehmen.
Sie wissen wie es sich anfühlt, wenn Ihnen jemand ein riesiges Geschenk überreicht oder etwas, was Sie nicht erwartet haben. Plötzlich spüren sie diese innere Reaktion, Sie wissen nicht, woher sie kommt – „Nein, ich kann das nicht annehmen“ – diese Qualität der Scham, der Wahrnehmung, ein Empfänger zu sein.
Er möchte also nicht essen und sein Freund, der Gastgeber, sagt: “Du verstehst nicht; ich habe die ganze Zeit nur an dich gedacht, was dir schmecken würde, wie wir das alles zusammen genießen werden, und nun, da du nichts anrühren möchtest, was ich zubereitet habe, ist das ganze Mahl für mich verdorben. Du bringst mich um das Vergnügen, dass du alles, was ich vorbereitete, genießt.
Erst jetzt erkennt der Gast, dass er in dieser Situation die Kontrolle über alles hat. Er erkennt, dass er nicht nur ein Empfänger ist. Wenn er nun während er zugreift realisieren kann, dass er dies nur tut, weil sein Freund daran Freude empfindet, so empfindet er keine Scham mehr, er kann zugreifen, er muss sogar genießen um seines Freundes Willen, der alles für ihn bereitet hat, und dessen Freude alleine darin besteht, die Befriedigung des Gastes zu sehen. Und in dieser Reaktion, im Verständnis der wechselseitigen Natur dieser Art des Empfangens, empfindet der Gast nicht nur den Genuss der Speisen selbst, sondern er versteht auch den Gedanken des Gastgebers, denn nun denkt er das gleiche gegenüber dem Gastgeber, wie dieser zuvor ihm gegenüber: „Ich tue dies um meinem Freund eine Freude zu bereiten. Er kann keine größere Freude empfinden, als wenn ich dies esse, denn dies war sein Ziel, und so werde ich ihn vollständig füllen durch mein Zugreifen.“
So geschieht das Wunder, welches die Natur ist, das in der Fähigkeit besteht, den Willen zu empfangen zu verwenden und ihn in einen Willen zu schenken zu verwandeln, einen Gedanken zu schenken, denn die Handlung verändert sich nicht, aber die innere Handlung verändert sich. Die Absicht dahinter, warum der Gast die Speisen annimmt und sie genießt, macht aus dem Empfangen ein Geben. Auf diese Weise kann eine Absicht Genuss zu empfangen um den Gastgeber zu beschenken in ein Wahrnehmungsorgan verwandelt werden, welches „der Schirm“ genannt wird, und so ermöglicht er einem Menschen, dem Geschöpf, die Ebenen des Schenkens zu erlangen, welche die Spirituelle Welt ausmachen.
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Hier ist unser Wille zu empfangen, unser Gefäß, unser Kli. Nun wird dieses Kli mit Genuss gefüllt, es wird mit Appetit auf das Mahl gefüllt. Was der Schöpfer, der Gastgeber, dem Geschöpf geben möchte, existiert außerhalb in Gedanken des Schenkens. Und ständig drückt das Licht auf uns und möchte uns zu 100 % mit unbegrenztem Genuss füllen, allerdings nu in dem Maße, wie wir das Licht in gebender Form annehmen können, damit es ins Kli eindringen kann; anderen Falls können wir es nicht einmal wahrnehmen..
An dieser Stelle, um in der Lage zu sein, das Mahl im Sinne von Spiritualität genießen zu können, wird ein Schirm, welcher eine Absicht darstellt, über der Eingangspforte unseres Willens zu empfangen, dem Kli, errichtet. Diese Absicht besagt, nicht für mich selbst empfangen zu wollen. Einmal errichtet können durch ihn alle anderen Dinge wahrgenommen werden, sie fangen an, reguliert zu werden und wir können bestimmen, welche Art Erfahrung wir innerhalb des Willens zu empfangen, dem Kli, machen möchten.
Das erste, was wir beim Mahl empfinden, trifft auf en Schirm. Nun, wenn das Geschöpf eine bestimmte Menge ins sich akzeptieren kann, um den Gastgeber zu erfreuen – mag es der erste Gang eines 5-Gänge Menüs sein, wie z.B: eine Suppe – wenn es die Absicht „nicht für mich“ aufrecht erhalten kann und es nur für den Gastgeber tut, dann tritt tatsächlich eine Portion Licht in das Gefäß (Kli) ein; und zwar nicht nur eine Portion Geschmack und Genuss, die erfüllt werden müssen, sondern auch die Wahrnehmung, die Absicht des Gastgebers, diese Sache dem Geschöpf zu geben.
Sagen wir also, etwa 20 Prozent werden in das erste Fünftel des Magens aufgenommen und der Rest wird zurückgewiesen – nicht dass der Genuss nicht empfunden werden würde, es ist lediglich so, dass ein größerer Genuss einen kleineren ersetzt; er wurde in den Schatten gestellt. Das Kli kümmert sich nicht darum. Die einzige Sache, der es Aufmerksamkeit schenkt, ist die Bewertung, die sich am Schöpfungsgedanken orientiert. Daher werden 80 Prozent nicht empfunden, nur 20 Prozent wahrgenommen. Wenn nun eine weitere Menge akzeptiert werden kann, um den Gedanken des Gastgebers zu erfüllen, dann erfolgt einer Füllung zu 40 Prozent und nur 60 Prozent werden zurückgewiesen.
Was hier drinnen geschieht ist, dass das Licht des Schöpfers, also der Gedanke, die Stufe der Erlangung der Gleichheit in dem Gefäß selbst, innerhalb des Geschöpfes, der Teil, der dem Schöpfer ähnlich wird, anfängt zu wachsen. Das ist das Instrument, wie wir zur Seele heranwachsen. Und so wie hier, das erste Licht, was wir als die ersten 20 Prozent identifiziert haben, ist dies das Licht von Nefesh – die erste Stufe der Seele.
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Wenn an dieser Stelle die Absicht mit der des Schöpfers im Geben übereinstimmt, tritt eine zweite Stufe, Ruach, in das Gefäß ein. Es handelt sich hier nicht nur um Wissen, es geht hier um keine Intellektuelle Sache, es ist tatsächlich eine Ähnlichkeit der Form mit dem Schöpfer. Daher ist das, was sich im Gefäß befindet eine direkte Wahrnehmung von dem, was sich außerhalb befindet. Der sechste Sinn sagt dem Menschen, um was es sich bei diesem spirituellen Objekt handelt; nicht, ob es sich um Suppe oder Salat handelt, sondern, dass es sich um den Gedanken in der Absicht des Schöpfers seiner gesamten Schöpfung gegenüber handelt.
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Und wenn das ganze weiter wächst, wenn nun 60 Prozent gefüllt wurden und nur 40 Prozent nicht empfunden werden, tritt ein neues Licht ein. Diese Licht wird „Neshama“ genannt, also ein tieferes Verständnis des Gedankens des Schöpfers, eine größere Ähnlichkeit und in Begriffen unseres Tafelmahles haben wir das Hauptgericht hinter uns und es angenommen, um den Gastgeber zu erfreuen, bis schließlich der Nachtisch gereicht wird und der Likör und wir die Stufen Haya und Yeshida erreichen.
An dieser Stelle hat das Geschöpf vollständige Übereinstimmung der Eigenschaften mit dem Schöpfer ereicht, denn es hat seinen eigenen Gedanken der Schöpfung errichtet. Es hat ein unabhängiges Verlangen, welches nicht von äußeren Genüssen abhängt, sondern einzig auf dem Gedanken des Geschöpfes beruht, etwas dem Gedanken des Schöpfers gleichwertiges zu tun. In dem es dies tut, erhebt sich das Geschöpf von unten aufwärts über die 125 Stufen hinweg, die nebenbei erwähnt aus Partzufim (Gesichter) bestehen, die genau diesen Prozess beschreiben.
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Was der Mensch hier bildet wird “Rosh” (Kopf) genannt und dies hier Guf (Körper). Und über einen Rosh zu verfügen, das bedeutet, dass das Geschöpf nun über ein unabhängiges Verlangen bestimmen kann, wie die innere Realität des Gefäßes aussehen soll, die Qualität seiner Welt, die Qualität der Freude und dies alles zum Besten des Ganzen und nicht nur für mich.
Rav Laitman fast dies so zusammen:
Wir empfangen spirituelle Verlangen direct von Oben. Um sie wahrzunehmen benötigen wir ein spezielles Sinnesorgan, einen “Schirm”.
Sobald der Mensch dieses Sinnesorgan erwirbt, nimmt er hierdurch Genuss wahr. Der Genuss wird Höchstes Licht genannt. Es tritt in unser Verlangen es zu genießen über den Schirm ein.
Das Verlangen, das Höchste Licht zu genießen wird “Seele” genannt. Das Licht als die Quelle von Genuss wird nicht empfunden, als bis dass der Mensch ein zusätzliches Organ verlangt, das hierzu fähig ist.
Alle Bestandteile: das Licht (Genuss), der Schirm (Werkzeug des Empfangens) und die Seele (Empfänger) sind in keiner Weise mit dem physischen Körper verbunden. Daher spielt es auch keine Rolle, ob der Mensch einen Körper hat oder nicht.
Sobald der Mensch den Kontakt mit dem Höchsten Licht hergestellt hat, beginnt er damit sich selbst zu korrigieren und mit ihm gefüllt zu werden. Die allmähliche Anpassung der eigenen Qualitäten an die des Lichtes wird als spiritueller Aufstieg bezeichnet.
Der Körper ist nur ein Werkzeug für den spirituellen Aufstieg in diesem aufregenden Prozess, ansonsten ist er nicht von Interesse.
Ein kleiner Genuss kann im Vergleich zu einem großen Genuss überhaupt nicht empfunden werden: das größere Verlangen unterdrückt das kleinere.
Daher lebt ein Kabbalist, obwohl er in der selben Welt lebt wie wir, bereits in der spirituellen Welt.