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Übereinstimmung der Form PDF Drucken E-Mail


Beschreibung

Übereinstimmung der Form - Die Wurzel seiner Seele ergründen

Transkript

Kabbala enthüllt #7
Gleichheit der Form  

Willkommen wieder einmal zu Kabbala enthüllt. Ich bin Tony Kosinec.

In unsrem letzten Unterricht haben wir etwas über den Schirm  (Masach) gelernt – dem grundlegenden Werkzeug der Erlangung in der Methode der Kabbala. Und um es kurz zusammenzufassen, ist der Schirm eine Absicht zu empfangen, um dem Schöpfer zu schenken. Das bedeutet, dass das Geschöpf in sich selbst eine Qualität entwickelt, eine ähnliche Qualität wie jene, die es umgibt, eine innere Eigenschaft, die von ähnlicher Form ist, in Übereinstimmung mit der Form, der Eigenschaft des Schenkens außerhalb von ihm selbst. Die Handlung des Empfangens wird zur Handlung des Gebens.

Wir haben auch gelernt, dass jegliche  Bewegung in der höheren Wirklichkeit als Resultat nur gemäß dieses Gesetzes der Übereinstimmung der Form erfolgt. Wir könnten nun annehmen, dass dieses Gesetz der Übereinstimmung der Form eine Art mystische oder magische Angelegenheit sei, eine Art Neuheit, eine Neuartigkeit, aber es ist nicht etwas von den Weisen der Kabbala Erfundenes. Es handelt sich wirklich um ein Prinzip, ein Gesetz, welches das gesamte Universum regiert, alles was wir sehen. Es existiert in der Natur. Es ist einfach so, dass die Weisen uns darauf hinweisen, dass dies die Methode ist, durch welche wir uns entwickeln, wir wachsen, wir uns bewegen und mit der wir das Ziel der Schöpfung erreichen können.

In diesem Unterricht werden wir das Gesetz der Übereinstimmung der Form etwas genauer betrachten. Werden dies anhand eines Artikels von Baal HaSulam tun. Es ist ein Teil eines Artikels. Er stammt aus Matan Torah (Die Gabe der Tora – Gabe der Funktion des Lichtes). Es ist der Abschnitt „die Handelnde Intelligenz“.

Wie die Kabbalisten sagen ist jeder Mensch verpflichtet, die Wurzel seiner Seele zu ergründen, also das der Zweck der Kreatur darin begründet liegt, am meisten ersehnt und voller Hoffnung, sich mit dem Schöpfer zu vereinigen wie in dem Vers: „sich mit Ihm zu vereinigen“; die Weisen interpretieren dies als eine Vereinigung mit Seinen Eigenschaften, so wie Er Anteil nehmend ist, so auch wir... usw.

Er sagt hier “jeder Mensch ist verpflichtet, die Wurzel seiner Seele zu ergründen”. Mit anderen Worten, es ist nicht so, dass jemand einfach eine Entscheidung trifft, sich mit der Wurzel seiner Seele zu verbinden, es ist so, dass das gesamte System aus einer Bewegung ausgehend aus  Schöpfungsgedanken hervorgeht, welches einen Menschen an den Punkt bringt, wo er die Wurzel seiner Seele ergründet.

Die Art und Weise, wie der Schöpfungsgedanke sich realisiert – der darin besteht, Geschöpfe zu erschaffen und mit Genuss zu erfüllen – die Art wie er im Universum und in der Schöpfung funktioniert, wird durch das Gesetzt der Übereinstimmung der Form ausgedrückt. Das bedeutet, dass die gesamte Natur nach diesem Gesetz arbeitet. Dass es da einen permanenten Druck in unserem Umfeld und in jedem anderen des Universums gibt, und eine konstante Kraft, den inneren Druck mit dem äußeren Druck in Übereinstimmung zu bringen, einen Zustand des  Ausgleichs zu erzielen, damit wir einen Zustand der Ruhe oder Ausgeglichenheit erlangen. Das ist einfach das Gesetz, dass die ganze Zeit über wirkt.

Man kann die Kabbala als die Physik der spirituellen Welt ansehen, sie stellt sie uns dar, damit wir anfangen können, sie wahrzunehmen und mit ihr zu arbeiten. Dieses Gesetz funktioniert allerdings ebenso im natürlichen Universum und wir können es auch durch die Naturwissenschaften erkennen. So lernen wir z.B. von Astrophysikern, dass das materielle Universum durch eine riesige Explosion seinen Anfang nahm – der Big Bang – und seid diesem Zeitpunkt an besteht jegliche Handlung im Universum darin, eine Art Gleichgewicht zu dieser Kraft zu erringen, bis ein Zustand der Bewegungslosigkeit erzielt ist. Somit zielen alle Kräfte im Universum darauf ab, einen ausgeglichen Zustand zu erreichen.  

In unserer Welt wird dieses Gesetz streng beobachtet und wir erkennen es auf unterschiedlichen Ebenen, den verschiedenen Existenzebenen der Welt.

[Toni zeichnet]

Zum Beispiel sehen wir auf der unbelebten Stufe eine Bewegung der Kräfte als Tektonische Platten, oder die Bewegung des Wetters, von Wind und Wasser, die alle ständig eine Art Ausgeglichenheit miteinander anstreben. Und auch auf der vegetativen Stufe wird dieses Gesetz befolgt, indem dort Stoffe aus dem Licht absorbiert werden, die ausserhalb ihrer selbst liegen über eine Art photoelektrischen Prozess, über chemische Prozesse oder durch die Bewegung der Mineralstoffe in den Zellkörpern, durch eine Art Anpassung der hydraulischen Kräfte, die sich durch die Stämme bis in die Blätter fortsetzen.

Auf der tierischen Stufe beobachten wir die Bewegung von Tieren zu Regionen hin, wo sie Nahrung und alles sonst zu ihrem Überleben Erforderliche finden. Wenn äußere Kräfte und Bedingungen sich verändern, so findet eine ständige Anpassung an diese Veränderung statt.

Aber auf der Stufe des Menschen wird dieses Gesetz der Übereinstimmung der Form nicht befolgt, weil wir nicht in einer Umgebung leben, wie sie auf der unbelebten, vegetativen und tierischen Stufe bestehen. Diese haben bereits die Einhaltung dieser Gesetze perfektioniert; sie funktionieren bereits nach diesem Gesetz. Aber wir auf der menschlichen Stufe widerstehen dem Gesetz, wir haben keine Empfindung für es und wissen nicht, wie wir es befolgen können.

[Toni zeichnet]

Die menschliche Stufe, mit der nicht das intellektuelle, physische, menschliche Tier gemeint ist, sondern der Teil der Schöpfung selbst, der dafür vorgesehen ist, mit den höheren Kräften zu kooperieren, ist nicht in die Einhaltung dieser physischen Art des Ausdrucks des Gesetztes der Übereinstimmung der Form involviert, sondern er muss lernen, wie er das Gesetz der Übereinstimmung der Form in der spirituellen Welt befolgt, welche seine eigentliche Umgebung darstellt.

Betrachten wir einmal das Umfeld, in dem wir uns gegenwärtig befinden.

Die Welt, welche die menschliche Stufe umgibt, basiert auf exakt dem selben Prinzip der Natur, aber es handelt sich um eine vollständig andere Ordnung der Natur, denn die menschliche Stufe ist eine des Empfindens, der Gedanken und Absichten und es gibt Gesetze und Kräfte die von  eben jener Natur sind, die auf uns wirken.

[Toni zeichnet]

Hier ist das Umfeld, in dem wir uns wieder finden. Es gibt ein Feld des Einflusses und dieser Einfluss wir „der Schöpfer“ genannt. Der Schöpfer beeinflusst uns über Kräfte und diese Kräfte drücken sich als Gesetze aus. Das heißt, sie sind zwingend. Sie gelangen zu uns vom Schöpfer und jedes einzelne ist eines der 613 Gesetze. Diese Gesetze sind Gesetze der Liebe; es sind Gesetze des Schenkens; es handelt sich um Absichten gegenüber den Geschöpfen.

Hier, in diesem Feld, befindet sich das Geschöpf mit den anderen Stufen des Lebens unterhalb des Geschöpfs – die Stufen 1,2 und 3, von denen wir früher sprachen. Innerhalb des Geschöpfs existiert eine Art Druck von Kräften, der sich mit dem Einfluss, den der Schöpfer ausübt, in Übereinstimmung bringen muss, dieser innere Druck von Kräften wird „Verlangen“ genannt.

Es gibt 613 Verlangen innerhalb des Geschöpfes, der menschlichen Stufe des Geschöpfes. Das Gesetz der Übereinstimmung der Form besagt, dass das innere Verlangen oder dieser  Druck sich in ein Gleichgewicht mit dem Druck oder der Kraft bringen muss, die vom Schöpfer kommt. Und in dem Maße, wie wir von diesen Kräften abweichen, die 613 tatsächlichen Gesetze der menschlichen Stufe, in dem Umfang, wie wir nicht übereinstimmen, leiden wir und alle Stufen des Lebens darunter, die Dinge entwickeln sich zum Schlechten. In dem Maße, wie wir uns angleichen, wie wir erfolgreich darin sind, die Übereinstimmung der Form zu erzielen, wie es die Absicht hinter den Kräften ist, findet das gesamte Leben einschließlich des Geschöpfs selbst die Homeostasis. Der Mensch, die menschliche Stufe, erlangt Homeostasis innerhalb dieses Feldes und erlangt Übereinstimmung mit ihm, realisiert alle 613 Gesetze.

Jedes dieser Gesetze, welche Auswirkungen auf beides haben, auf das Leben unterhalb von uns und auf die Beziehungen zwischen uns Menschen, wenn das Geschöpf mit diesen in Harmonie kommen kann, mit dem Gesetz der Natur, kommt es gleichzeitig in Harmonie mit dem Schöpfer selbst, denn die Kabbalisten erklären uns, das der Zahlenwert und die Gematria des Wortes Natur (Teva auf Hebräisch) und dem Wort für Gott (Elokim) 86 beträgt, was bedeutet, dass es sich um die selbe Sache handelt; sie wenden beides auf die menschliche Stufe und alle darunter liegenden an.   

Dies mag mechanisch anmuten, es handelt sich um eine Art mechanische Erklärung, aber solange wir als Menschen nicht wirklich empfinden, wie unsere inneren Zustände die Stufen des Lebens unter uns beeinflussen, noch müssen wir dies tun, sondern was wir benötigen ist das Bewusstsein unserer Empfindungszustände und wie sie sich auf die Beziehung zur Welt um uns herum auswirkt, also zu anderen Menschen, auf Situationen, auf Ereignisse unseres Lebens. Um das geht es bei der Angleichung des inneren Drucks der Verlangen mit dem äußeren Druck des Gesetzes tatsächlich.

Wir lernten anhand der Geschichte des Gastes und des Gastgebers, dass die Art und Weise, wie wir wahrnehmen können, was diese Gesetze bedeuten und uns ihnen angleichen können, also uns nicht um das Geschenk selbst zu sorgen, dem Ereignis selbst, sondern um den Geber – was ist der Gedanke hinter dem Ereignis und den Umständen, in denen wir uns zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder finden und was ist unsere Haltung dabei? Es scheint eine schwer zu machende Sache zu sein, aber dieser Prozess, wie wir dies empfinden können, existiert bereits in der Natur und wir müssen lediglich lernen, ihn wahrzunehmen, wie er funktioniert und ihn aufzugreifen.

Kehren wir zurück zum Artikel “Die handelnde Intelligenz” von Baal HaSulam. Während wir dies lesen, versuchen wir einen Kontakt zu den Gedanken des Autors und zu seinen Gefühlen herzustellen, besonders aber zu den Gedanken und Gefühlen dahinter, warum er es uns mitteilt.
Die handelnde Intelligenz

Ich möchte dies anhand eines Bildes erklären: wir beobachten, dass bei jeder Handlung in der Welt die Absicht, welche sie bewirkt, anwesend ist; z.B. nehmen wir bei einem Tisch die absichtsvolle Kunst des Tischlers wahr, den inneren Befehl in seiner Kunst, ob gering oder grandios, denn zum Zeitpunkt seines Schaffens legte er sein Wissen und seine Intelligenz dort hinein, damit jeder, der das Werk betrachte, dessen gewahr werden würde, Gewahr des Verstandes, der im Werk verborgen ist; es ist die anfängliche Absicht in Kombination mit dem Verstand des Erschaffers, welche tatsächlich eine Einheit bilden.

Wir können in allem was auf der Welt erscheint eine Absicht dahinter erkennen. Es erscheint nichts aus dem Nichts. In der Welt erkennen wir definitiv hinter den Objekten den Handwerker. Und wir wissen aus diesem physischen Beispiel, dass die Absicht, also die Qualität des Werkes, die Sorgfalt, die Bestimmung zu unserem Gebrauch kann an einfachsten Dingen wahrgenommen werden. Wir nennen dies Qualität. Es geht nicht um die Erkenntnis, dies sei ein teures oder einfach ein schönes Objekt, sondern wenn wir es wirklich richtig betrachten, ist es die Absicht hinter der Sache, die berührt; diese Qualität des Verstandes, die Qualität des Verlangens, ein Objekt oder einen Moment der Schönheit zu schenken.   

Wie mögen ein physisches Objekt betrachten und von dessen schleierhaften Qualität geblendet sein, aber in dem Maße, wie wir danach verlangen, die  Ursache dahinter zu empfinden und zu wissen, also „Ich möchte wissen, was die Erfahrung meines Freundes war, ich möchte wissen, was der Künstler dabei dachte, ich will die Botschaft fühlen, die darin liegt“. Wenn ich lediglich das Objekt als solches nehme, kann ich nichts verstehen, aber wenn ich es betrachte, kann ich den Verstand des Künstlers, des Handwerkers empfinden.

Ich überspringe etwas. Und er sagt weiter:

Und wenn daher jemand über die Darbietung seines Freundes nachdenkt, und die Intelligenz begreift, die in der Ausübung dessen Darbietung liegt, dann sind beide gleichwertig in einer Kraft und Intelligenz vereint; sie sind nun tatsächlich vereinigt wie zwei geliebte Freunde, die sich auf dem Markt trafen und sich umarmten und küssten und es ist unmöglich angesichts dieser starken Verbindung eine Trennung zu bewirken.

Mit anderen Worten, wenn ein Mensch den Gedanken hinter etwas Gegebenen wahrnimmt, mit diesem in Kontakt ist, dann hat er Kontakt präzise mit der Wurzel, der sich diese Sache und die dahinter liegende Absicht verdankt. Und er hat sich mit seinem Freund hinter der Sache verbunden, hinter dem Ereignis. Also: „Oh, ich habe erfasst, was der Künstler damit meinte. Ich fühle die Idee, die mir nicht aus der Distanz heraus vermittelt wird, sondern ich bin mit ihr verbunden; Ich bin eins mit dem Geist desjenigen, der sie ersann.  

Und daher handelt es sich bei der Intelligenz, von der wir sprechen, generell um die Kraft (und die Intelligenz), die wir zwischen dem Schöpfer und Seinen Geschöpfen finden. Sie ist das Vermittelnde (zwischen Schöpfer und Geschöpf), in der Bedeutung: Er entsandte einen Funken Intelligenz durch den alles zu Ihm zurückkehrt.

Alles was sich uns als physische Erscheinung darbietet, als innere Empfindungen, als Gefühle, als Wünsche, als Erfüllung, alles was sich als außerhalb von uns darstellt, ist tatsächlich der Verstand des Schöpfers, also, der Schöpfungsgedanke übermittelt  auf der Stufe, auf der wir ihn annehmen können.  Wenn es unser Verlangen ist, zu ergründen, warum dies gegeben wurde, die Qualität der Liebe hinter dem Gegebenen, dann verbinden wir uns mit dem Mittler, dem Licht. Das ist die Intelligenz, die aus der Quelle ausstrahlt.

Gedenke des Verses: “Alles hast Du mit Weisheit erschaffen,“ also, Er erschuf das gesamte Universum in Seiner Weisheit; (also mit seinem Gedanken) und daher wird derjenige, der es verdient, nachvollziehen zu können, auf welche Weise Er das Universum erschuf und dessen Ordnung, mit Sicherheit mit Seiner Intelligenz verschmelzen, die alles verursachte und so verbindet er sich mit dem geheiligten Schöpfer.

Die Handlungen des Schöpfers sind nicht von physischer Natur. Erinnern wir uns: das Umfeld, in dem der Mensch lebt, ist nicht dasjenige der physischen Handlungen, welches sich bereits in vollkommener Ausgeglichenheit mit den Gesetzen der natur befindet. Das Umfeld des Menschen ist der Schöpfungsgedanke. Damit kann ein Mensch in Kontakt kommen. Wir können uns mit der Ursache verbinden. Die Verbindung geschieht einfach dadurch, den selben Gedanken und die selbe Absicht zu erlangen. Wenn dies einmal geschieht, sind wir nicht länger in einer externen Welt getrennt, in einer physischen Welt, sondern wir sind mit dem Punkt verbunden, von dem aus alles in diese Welt ausstrahlt.

Dies geschieht durch eine Beziehung mit dem Schöpfer. Es gleicht einer Beziehung mit einem Liebhaber, einer Geliebten in dem Sinne, dass wenn man jemanden liebt man auch möchte, dass dieser  weiß, wer man ist. Man schreibt kleine Hinweise, man gibt seine Vorlieben bekannt, man drückt seine Gedanken aus, all dies, nicht um sich einfach nur physisch mit dem Geliebten zu verbinden, sondern darüber hinaus,  in einem ungreifbaren Raum, den wir als Liebe empfinden.  Daher sind diese ständigen Ereignisse, die in unserem Leben stattfinden, wie Liebesbriefe, Winke des Schöpfers, zu Ihm zu kommen, und unser Verlangen, diesem Ruf zu antworten ist vergleichbar dem Raum und Gefühl, unseren Geliebten auf diese Weise zu erkennen.

Und dies ist das Geheimnis der Torah; es ist alles das Schaffen des Schöpfers, das den Geschöpfen gehört (von ihnen begriffen werden kann) und dann begreifen die Geschöpfe auf diese Weise die Intelligenz, die alles formte.

Das bedeutet, dass alles, was erschaffen wurde, selbst die geringste Erscheinung in der Schöpfung, nur ein Ausdruck des Schöpfers ist und nur diesem Ruf an das Geschöpf zugedacht ist. Alles ist dem Geschöpf zugänglich. Jede Einzelheit soll durch das Geschöpf  erkannt werden. Anders ausgedrückt: die Welten wurden für den Menschen erschaffen.  
Und nun versthen wir, warum uns der Schöpfer das Werkzeug Seiner Kunst zeigte; ist es für uns erforderlich Welten zu erschaffen? Vielmehr ist uns aus dem Vorgesagten ersichtlich, dass der Schöpfer uns Seine Ordnung zeigte, damit wir erkennen mögen, wie wir mit Ihm verschmelzen, was als Erfüllung gilt, mit Seinen Eigenschaften zu verschmelzen.“

Warum bietet uns ein Künstler seine Arbeit dar? Er tut dies, um uns seine inneren Gefühle und seine Haltung zugänglich zu machen und wenn wir gegenwärtig auch nicht verstehen, wie Welten erschaffen werden, so können wir uns doch durch die Verbindung mit dem Schöpfungsgedanken dazu erheben, alle Seine Gesetze zu verstehen, all die Dinge, die wir vorfinden, zu begreifen, warum es sie gibt und welchen Zweck sie haben. Die wechselseitige Wahrnehmung von Gedanke und Absicht ist die Art und Weise, wie sich das Gesetz der Übereinstimmung der Form auf der menschlichen Stufe ausdrückt. Es ist der Ausgleich des inneren Verlangens wissen zu wollen, mit Genuss erfüllt zu werden, und dem tatsächlichen Genuss, der existiert, dem einzigen Genuss der existiert, welcher im Wissen um den Schöpfungsgedanken besteht. Und dieses System ist perfekt dazu gedacht, ein Verlangen zu erschaffen, damit der Mensch zu dieser Harmonie findet.    

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Kabbala enthüllt #7

Gleichheit der Form

Willkommen wieder einmal zu Kabbala enthüllt. Ich bin Tony Kosinec.

In unsrem letzten Unterricht haben wir etwas über den Schirm (Masach) gelernt – dem grundlegenden Werkzeug der Erlangung in der Methode der Kabbala. Und um es kurz zusammenzufassen, ist der Schirm eine Absicht zu empfangen, um dem Schöpfer zu schenken. Das bedeutet, dass das Geschöpf in sich selbst eine Qualität entwickelt, eine ähnliche Qualität wie jene, die es umgibt, eine innere Eigenschaft, die von ähnlicher Form ist, in Übereinstimmung mit der Form, der Eigenschaft des Schenkens außerhalb von ihm selbst. Die Handlung des Empfangens wird zur Handlung des Gebens.

Wir haben auch gelernt, dass jegliche Bewegung in der höheren Wirklichkeit als Resultat nur gemäß dieses Gesetzes der Übereinstimmung der Form erfolgt. Wir könnten nun annehmen, dass dieses Gesetz der Übereinstimmung der Form eine Art mystische oder magische Angelegenheit sei, eine Art Neuheit, eine Neuartigkeit, aber es ist nicht etwas von den Weisen der Kabbala Erfundenes. Es handelt sich wirklich um ein Prinzip, ein Gesetz, welches das gesamte Universum regiert, alles was wir sehen. Es existiert in der Natur. Es ist einfach so, dass die Weisen uns darauf hinweisen, dass dies die Methode ist, durch welche wir uns entwickeln, wir wachsen, wir uns bewegen und mit der wir das Ziel der Schöpfung erreichen können.

In diesem Unterricht werden wir das Gesetz der Übereinstimmung der Form etwas genauer betrachten. Werden dies anhand eines Artikels von Baal HaSulam tun. Es ist ein Teil eines Artikels. Er stammt aus Matan Torah (Die Gabe der Tora – Gabe der Funktion des Lichtes). Es ist der Abschnitt „die Handelnde Intelligenz“.

Wie die Kabbalisten sagen ist jeder Mensch verpflichtet, die Wurzel seiner Seele zu ergründen, also das der Zweck der Kreatur darin begründet liegt, am meisten ersehnt und voller Hoffnung, sich mit dem Schöpfer zu vereinigen wie in dem Vers: „sich mit Ihm zu vereinigen“; die Weisen interpretieren dies als eine Vereinigung mit Seinen Eigenschaften, so wie Er Anteil nehmend ist, so auch wir... usw.

Er sagt hier “jeder Mensch ist verpflichtet, die Wurzel seiner Seele zu ergründen”. Mit anderen Worten, es ist nicht so, dass jemand einfach eine Entscheidung trifft, sich mit der Wurzel seiner Seele zu verbinden, es ist so, dass das gesamte System aus einer Bewegung ausgehend aus Schöpfungsgedanken hervorgeht, welches einen Menschen an den Punkt bringt, wo er die Wurzel seiner Seele ergründet.

Die Art und Weise, wie der Schöpfungsgedanke sich realisiert – der darin besteht, Geschöpfe zu erschaffen und mit Genuss zu erfüllen – die Art wie er im Universum und in der Schöpfung funktioniert, wird durch das Gesetzt der Übereinstimmung der Form ausgedrückt. Das bedeutet, dass die gesamte Natur nach diesem Gesetz arbeitet. Dass es da einen permanenten Druck in unserem Umfeld und in jedem anderen des Universums gibt, und eine konstante Kraft, den inneren Druck mit dem äußeren Druck in Übereinstimmung zu bringen, einen Zustand des Ausgleichs zu erzielen, damit wir einen Zustand der Ruhe oder Ausgeglichenheit erlangen. Das ist einfach das Gesetz, dass die ganze Zeit über wirkt.

Man kann die Kabbala als die Physik der spirituellen Welt ansehen, sie stellt sie uns dar, damit wir anfangen können, sie wahrzunehmen und mit ihr zu arbeiten. Dieses Gesetz funktioniert allerdings ebenso im natürlichen Universum und wir können es auch durch die Naturwissenschaften erkennen. So lernen wir z.B. von Astrophysikern, dass das materielle Universum durch eine riesige Explosion seinen Anfang nahm – der Big Bang – und seid diesem Zeitpunkt an besteht jegliche Handlung im Universum darin, eine Art Gleichgewicht zu dieser Kraft zu erringen, bis ein Zustand der Bewegungslosigkeit erzielt ist. Somit zielen alle Kräfte im Universum darauf ab, einen ausgeglichen Zustand zu erreichen.

In unserer Welt wird dieses Gesetz streng beobachtet und wir erkennen es auf unterschiedlichen Ebenen, den verschiedenen Existenzebenen der Welt.

Toni zeichnet

Zum Beispiel sehen wir auf der unbelebten Stufe eine Bewegung der Kräfte als Tektonische Platten, oder die Bewegung des Wetters, von Wind und Wasser, die alle ständig eine Art Ausgeglichenheit miteinander anstreben. Und auch auf der vegetativen Stufe wird dieses Gesetz befolgt, indem dort Stoffe aus dem Licht absorbiert werden, die ausserhalb ihrer selbst liegen über eine Art photoelektrischen Prozess, über chemische Prozesse oder durch die Bewegung der Mineralstoffe in den Zellkörpern, durch eine Art Anpassung der hydraulischen Kräfte, die sich durch die Stämme bis in die Blätter fortsetzen.

Auf der tierischen Stufe beobachten wir die Bewegung von Tieren zu Regionen hin, wo sie Nahrung und alles sonst zu ihrem Überleben Erforderliche finden. Wenn äußere Kräfte und Bedingungen sich verändern, so findet eine ständige Anpassung an diese Veränderung statt.

Aber auf der Stufe des Menschen wird dieses Gesetz der Übereinstimmung der Form nicht befolgt, weil wir nicht in einer Umgebung leben, wie sie auf der unbelebten, vegetativen und tierischen Stufe bestehen. Diese haben bereits die Einhaltung dieser Gesetze perfektioniert; sie funktionieren bereits nach diesem Gesetz. Aber wir auf der menschlichen Stufe widerstehen dem Gesetz, wir haben keine Empfindung für es und wissen nicht, wie wir es befolgen können.

Toni zeichnet

Die menschliche Stufe, mit der nicht das intellektuelle, physische, menschliche Tier gemeint ist, sondern der Teil der Schöpfung selbst, der dafür vorgesehen ist, mit den höheren Kräften zu kooperieren, ist nicht in die Einhaltung dieser physischen Art des Ausdrucks des Gesetztes der Übereinstimmung der Form involviert, sondern er muss lernen, wie er das Gesetz der Übereinstimmung der Form in der spirituellen Welt befolgt, welche seine eigentliche Umgebung darstellt.

Betrachten wir einmal das Umfeld, in dem wir uns gegenwärtig befinden.

Die Welt, welche die menschliche Stufe umgibt, basiert auf exakt dem selben Prinzip der Natur, aber es handelt sich um eine vollständig andere Ordnung der Natur, denn die menschliche Stufe ist eine des Empfindens, der Gedanken und Absichten und es gibt Gesetze und Kräfte die von eben jener Natur sind, die auf uns wirken.

Toni zeichnet

Hier ist das Umfeld, in dem wir uns wieder finden. Es gibt ein Feld des Einflusses und dieser Einfluss wir „der Schöpfer“ genannt. Der Schöpfer beeinflusst uns über Kräfte und diese Kräfte drücken sich als Gesetze aus. Das heißt, sie sind zwingend. Sie gelangen zu uns vom Schöpfer und jedes einzelne ist eines der 613 Gesetze. Diese Gesetze sind Gesetze der Liebe; es sind Gesetze des Schenkens; es handelt sich um Absichten gegenüber den Geschöpfen.

Hier, in diesem Feld, befindet sich das Geschöpf mit den anderen Stufen des Lebens unterhalb des Geschöpfs – die Stufen 1,2 und 3, von denen wir früher sprachen. Innerhalb des Geschöpfs existiert eine Art Druck von Kräften, der sich mit dem Einfluss, den der Schöpfer ausübt, in Übereinstimmung bringen muss, dieser innere Druck von Kräften wird „Verlangen“ genannt.

Es gibt 613 Verlangen innerhalb des Geschöpfes, der menschlichen Stufe des Geschöpfes. Das Gesetz der Übereinstimmung der Form besagt, dass das innere Verlangen oder dieser Druck sich in ein Gleichgewicht mit dem Druck oder der Kraft bringen muss, die vom Schöpfer kommt. Und in dem Maße, wie wir von diesen Kräften abweichen, die 613 tatsächlichen Gesetze der menschlichen Stufe, in dem Umfang, wie wir nicht übereinstimmen, leiden wir und alle Stufen des Lebens darunter, die Dinge entwickeln sich zum Schlechten. In dem Maße, wie wir uns angleichen, wie wir erfolgreich darin sind, die Übereinstimmung der Form zu erzielen, wie es die Absicht hinter den Kräften ist, findet das gesamte Leben einschließlich des Geschöpfs selbst die Homeostasis. Der Mensch, die menschliche Stufe, erlangt Homeostasis innerhalb dieses Feldes und erlangt Übereinstimmung mit ihm, realisiert alle 613 Gesetze.

Jedes dieser Gesetze, welche Auswirkungen auf beides haben, auf das Leben unterhalb von uns und auf die Beziehungen zwischen uns Menschen, wenn das Geschöpf mit diesen in Harmonie kommen kann, mit dem Gesetz der Natur, kommt es gleichzeitig in Harmonie mit dem Schöpfer selbst, denn die Kabbalisten erklären uns, das der Zahlenwert und die Gematria des Wortes Natur (Teva auf Hebräisch) und dem Wort für Gott (Elokim) 86 beträgt, was bedeutet, dass es sich um die selbe Sache handelt; sie wenden beides auf die menschliche Stufe und alle darunter liegenden an.

Dies mag mechanisch anmuten, es handelt sich um eine Art mechanische Erklärung, aber solange wir als Menschen nicht wirklich empfinden, wie unsere inneren Zustände die Stufen des Lebens unter uns beeinflussen, noch müssen wir dies tun, sondern was wir benötigen ist das Bewusstsein unserer Empfindungszustände und wie sie sich auf die Beziehung zur Welt um uns herum auswirkt, also zu anderen Menschen, auf Situationen, auf Ereignisse unseres Lebens. Um das geht es bei der Angleichung des inneren Drucks der Verlangen mit dem äußeren Druck des Gesetzes tatsächlich.

Wir lernten anhand der Geschichte des Gastes und des Gastgebers, dass die Art und Weise, wie wir wahrnehmen können, was diese Gesetze bedeuten und uns ihnen angleichen können, also uns nicht um das Geschenk selbst zu sorgen, dem Ereignis selbst, sondern um den Geber – was ist der Gedanke hinter dem Ereignis und den Umständen, in denen wir uns zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder finden und was ist unsere Haltung dabei? Es scheint eine schwer zu machende Sache zu sein, aber dieser Prozess, wie wir dies empfinden können, existiert bereits in der Natur und wir müssen lediglich lernen, ihn wahrzunehmen, wie er funktioniert und ihn aufzugreifen.

Kehren wir zurück zum Artikel “Die handelnde Intelligenz” von Baal HaSulam. Während wir dies lesen, versuchen wir einen Kontakt zu den Gedanken des Autors und zu seinen Gefühlen herzustellen, besonders aber zu den Gedanken und Gefühlen dahinter, warum er es uns mitteilt.

Die handelnde Intelligenz

Ich möchte dies anhand eines Bildes erklären: wir beobachten, dass bei jeder Handlung in der Welt die Absicht, welche sie bewirkt, anwesend ist; z.B. nehmen wir bei einem Tisch die absichtsvolle Kunst des Tischlers wahr, den inneren Befehl in seiner Kunst, ob gering oder grandios, denn zum Zeitpunkt seines Schaffens legte er sein Wissen und seine Intelligenz dort hinein, damit jeder, der das Werk betrachte, dessen gewahr werden würde, Gewahr des Verstandes, der im Werk verborgen ist; es ist die anfängliche Absicht in Kombination mit dem Verstand des Erschaffers, welche tatsächlich eine Einheit bilden.

Wir können in allem was auf der Welt erscheint eine Absicht dahinter erkennen. Es erscheint nichts aus dem Nichts. In der Welt erkennen wir definitiv hinter den Objekten den Handwerker. Und wir wissen aus diesem physischen Beispiel, dass die Absicht, also die Qualität des Werkes, die Sorgfalt, die Bestimmung zu unserem Gebrauch kann an einfachsten Dingen wahrgenommen werden. Wir nennen dies Qualität. Es geht nicht um die Erkenntnis, dies sei ein teures oder einfach ein schönes Objekt, sondern wenn wir es wirklich richtig betrachten, ist es die Absicht hinter der Sache, die berührt; diese Qualität des Verstandes, die Qualität des Verlangens, ein Objekt oder einen Moment der Schönheit zu schenken.

Wie mögen ein physisches Objekt betrachten und von dessen schleierhaften Qualität geblendet sein, aber in dem Maße, wie wir danach verlangen, die Ursache dahinter zu empfinden und zu wissen, also „Ich möchte wissen, was die Erfahrung meines Freundes war, ich möchte wissen, was der Künstler dabei dachte, ich will die Botschaft fühlen, die darin liegt“. Wenn ich lediglich das Objekt als solches nehme, kann ich nichts verstehen, aber wenn ich es betrachte, kann ich den Verstand des Künstlers, des Handwerkers empfinden.

Ich überspringe etwas. Und er sagt weiter:

Und wenn daher jemand über die Darbietung seines Freundes nachdenkt, und die Intelligenz begreift, die in der Ausübung dessen Darbietung liegt, dann sind beide gleichwertig in einer Kraft und Intelligenz vereint; sie sind nun tatsächlich vereinigt wie zwei geliebte Freunde, die sich auf dem Markt trafen und sich umarmten und küssten und es ist unmöglich angesichts dieser starken Verbindung eine Trennung zu bewirken.

Mit anderen Worten, wenn ein Mensch den Gedanken hinter etwas Gegebenen wahrnimmt, mit diesem in Kontakt ist, dann hat er Kontakt präzise mit der Wurzel, der sich diese Sache und die dahinter liegende Absicht verdankt. Und er hat sich mit seinem Freund hinter der Sache verbunden, hinter dem Ereignis. Also: „Oh, ich habe erfasst, was der Künstler damit meinte. Ich fühle die Idee, die mir nicht aus der Distanz heraus vermittelt wird, sondern ich bin mit ihr verbunden; Ich bin eins mit dem Geist desjenigen, der sie ersann.

Und daher handelt es sich bei der Intelligenz, von der wir sprechen, generell um die Kraft (und die Intelligenz), die wir zwischen dem Schöpfer und Seinen Geschöpfen finden. Sie ist das Vermittelnde (zwischen Schöpfer und Geschöpf), in der Bedeutung: Er entsandte einen Funken Intelligenz durch den alles zu Ihm zurückkehrt.

Alles was sich uns als physische Erscheinung darbietet, als innere Empfindungen, als Gefühle, als Wünsche, als Erfüllung, alles was sich als außerhalb von uns darstellt, ist tatsächlich der Verstand des Schöpfers, also, der Schöpfungsgedanke übermittelt auf der Stufe, auf der wir ihn annehmen können. Wenn es unser Verlangen ist, zu ergründen, warum dies gegeben wurde, die Qualität der Liebe hinter dem Gegebenen, dann verbinden wir uns mit dem Mittler, dem Licht. Das ist die Intelligenz, die aus der Quelle ausstrahlt.

Gedenke des Verses: “Alles hast Du mit Weisheit erschaffen,“ also, Er erschuf das gesamte Universum in Seiner Weisheit; (also mit seinem Gedanken) und daher wird derjenige, der es verdient, nachvollziehen zu können, auf welche Weise Er das Universum erschuf und dessen Ordnung, mit Sicherheit mit Seiner Intelligenz verschmelzen, die alles verursachte und so verbindet er sich mit dem geheiligten Schöpfer.

Die Handlungen des Schöpfers sind nicht von physischer Natur. Erinnern wir uns: das Umfeld, in dem der Mensch lebt, ist nicht dasjenige der physischen Handlungen, welches sich bereits in vollkommener Ausgeglichenheit mit den Gesetzen der natur befindet. Das Umfeld des Menschen ist der Schöpfungsgedanke. Damit kann ein Mensch in Kontakt kommen. Wir können uns mit der Ursache verbinden. Die Verbindung geschieht einfach dadurch, den selben Gedanken und die selbe Absicht zu erlangen. Wenn dies einmal geschieht, sind wir nicht länger in einer externen Welt getrennt, in einer physischen Welt, sondern wir sind mit dem Punkt verbunden, von dem aus alles in diese Welt ausstrahlt.

Dies geschieht durch eine Beziehung mit dem Schöpfer. Es gleicht einer Beziehung mit einem Liebhaber, einer Geliebten in dem Sinne, dass wenn man jemanden liebt man auch möchte, dass dieser weiß, wer man ist. Man schreibt kleine Hinweise, man gibt seine Vorlieben bekannt, man drückt seine Gedanken aus, all dies, nicht um sich einfach nur physisch mit dem Geliebten zu verbinden, sondern darüber hinaus, in einem ungreifbaren Raum, den wir als Liebe empfinden. Daher sind diese ständigen Ereignisse, die in unserem Leben stattfinden, wie Liebesbriefe, Winke des Schöpfers, zu Ihm zu kommen, und unser Verlangen, diesem Ruf zu antworten ist vergleichbar dem Raum und Gefühl, unseren Geliebten auf diese Weise zu erkennen.

Und dies ist das Geheimnis der Torah; es ist alles das Schaffen des Schöpfers, das den Geschöpfen gehört (von ihnen begriffen werden kann) und dann begreifen die Geschöpfe auf diese Weise die Intelligenz, die alles formte.

Das bedeutet, dass alles, was erschaffen wurde, selbst die geringste Erscheinung in der Schöpfung, nur ein Ausdruck des Schöpfers ist und nur diesem Ruf an das Geschöpf zugedacht ist. Alles ist dem Geschöpf zugänglich. Jede Einzelheit soll durch das Geschöpf erkannt werden. Anders ausgedrückt: die Welten wurden für den Menschen erschaffen.

Und nun versthen wir, warum uns der Schöpfer das Werkzeug Seiner Kunst zeigte; ist es für uns erforderlich Welten zu erschaffen? Vielmehr ist uns aus dem Vorgesagten ersichtlich, dass der Schöpfer uns Seine Ordnung zeigte, damit wir erkennen mögen, wie wir mit Ihm verschmelzen, was als Erfüllung gilt, mit Seinen Eigenschaften zu verschmelzen.“

Warum bietet uns ein Künstler seine Arbeit dar? Er tut dies, um uns seine inneren Gefühle und seine Haltung zugänglich zu machen und wenn wir gegenwärtig auch nicht verstehen, wie Welten erschaffen werden, so können wir uns doch durch die Verbindung mit dem Schöpfungsgedanken dazu erheben, alle Seine Gesetze zu verstehen, all die Dinge, die wir vorfinden, zu begreifen, warum es sie gibt und welchen Zweck sie haben. Die wechselseitige Wahrnehmung von Gedanke und Absicht ist die Art und Weise, wie sich das Gesetz der Übereinstimmung der Form auf der menschlichen Stufe ausdrückt. Es ist der Ausgleich des inneren Verlangens wissen zu wollen, mit Genuss erfüllt zu werden, und dem tatsächlichen Genuss, der existiert, dem einzigen Genuss der existiert, welcher im Wissen um den Schöpfungsgedanken besteht. Und dieses System ist perfekt dazu gedacht, ein Verlangen zu erschaffen, damit der Mensch zu dieser Harmonie findet.

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